Wer trägt die Kosten für ein Vorstellungsgespräch?

Ihre Bewerbungsunterlagen haben die Personalabteilung überzeugt. Es ist soweit: Sie wurden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die erste Hürde erfolgreich gemeistert! Aber wer kommt für die Anfahrt und Reisekosten auf?

Grundsätzlich gilt: Lädt ein Arbeitgeber einen Bewerber ausdrücklich zu einem Vorstellungsgespräch ein, ist er zu der Übernahme der anfallenden Kosten verpflichtet. Aber auch hier heißt es: Ausnahmen bestätigen die Regel. In einigen Fällen schließt der potentielle Arbeitgeber eine Übernahme der Kosten für die Anreise schon im Vorfeld aus. Das gilt zwar als unüblich, ist aber zulässig. In diesem Fall werden Sie im Rahmen der schriftlichen Einladung zu dem Vorstellungsgespräch darauf hingewiesen. Ebenso kann die Höhe der Kostenübernahme begrenzt oder nur ein Teil der Kosten übernommen werden. Dazu bedarf es allerdings ebenfalls einer vorherigen schriftlichen Erwähnung.

Welche Verkehrsmittel sind erlaubt?

Zu den erstattungsfähigen Kosten zählen Fahrtkosten, die bei der Anreise mit dem eigenen PKW oder einem Bahnticket der 2. Klasse anfallen. Hin- und Rückfahrt. Taxi- oder Flugkosten werden in der Regel nicht übernommen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei einem Ansprechpartner des Unternehmens nach. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Was ist mit Übernachtungskosten?

Übernachtungskosten können nur dann von einem Bewerber geltend gemacht werden, wenn sie auch erforderlich waren. Das kann anhand der Dauer der An- und Abreise, an der zeitlichen Lage des Vorstellungsgesprächs oder einem mehrtägigen Bewerbungsprozess ermessen werden. Auch hier gilt: Fragen Sie im Zweifelsfall nach.

Was passiert bei einer Absage?

Ob Sie den Job bekommen, oder nicht, ist absolut unerheblich für die Erstattung der Reisekosten. Sobald Sie schriftlich zu einem persönlichen Gespräch vor Ort eingeladen wurden, besteht der grundsätzlich der gesetzliche Anspruch auf eine Erstattung.