Telefonische Verfügbarkeit: Wenn der Personalleiter anruft – und der Mitbewohner antwortet

Wer in der Bewerbungsphase steckt und auf Antwort von Unternehmen wartet, sollte auch mit telefonischen Rückmeldungen rechnen und die eigene Erreichbarkeit dementsprechend anpassen. Wir sagen Ihnen, was Sie dabei beachten sollten.

Es kommt vor, dass Unternehmen in der Bewerberauswahl auf Nummer sicher gehen wollen und Sie zuhause anrufen – und das nicht immer mit Vorankündigung. In den meisten Fällen, dient so ein Anruf dazu, einen Termin für ein Vorstellungsgespräch, Zweitgespräch oder Telefoninterview mit Ihnen zu vereinbaren. Es kann aber auch sein, dass der Anrufer bereits die Aussagequalität Ihrer Bewerbung feststellen möchte. Selbst wenn vermeintliche Unklarheiten zu Ihren Bewerbungsunterlagen der Grund des Anrufs sind, offenbaren Sie gleichzeitig Ihre kommunikativen Fähigkeiten und weitere Soft Skills. So kann schon ein Telefonat mit Personalverantwortlichen Teil des weiteren Bewerbungsverfahrens werden. Die Telefonnummer, die Sie in der Bewerbung angeben, sollte also eine passende Umgebung für diese Art von Anruf bieten.

  1. Unangekündigte Anrufe

Lassen Sie sich unvorbereitet oder in Zeitnot in ein entscheidendes Gespräch verwickeln, könnten damit alle weiteren Chancen vertan sein. Wenn ein Personaler unangekündigt anruft, sollte er wissen, dass dies auch der falsche Moment für ein Gespräch sein kann. Haben Sie also gerade keine Zeit oder geraten in Panik, trägt es Ihnen keiner nach, wenn Sie einige Minuten später zurückrufen oder sich auf einen späteren Termin einigen. Daraufhin besteht zwar die Gefahr, dass andere Bewerber schneller von sich überzeugen können, aber generell gilt: Je qualifizierter ein Job ist, desto mehr Zeit wird auch in die Bewerberauswahl investiert.

  1. Anruf in Abwesenheit

Sie müssen nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Allerdings sollten Sie Vorkehrungen treffen für den Fall, dass sie einmal nicht antworten können oder nicht zuhause sind.

  • Passen Sie die Ansage Ihres Anrufbeantworters oder der Mailbox so an, dass es Ihnen nicht peinlich wäre, wenn ein Personaler diese abhört.
  • Wenn Familienangehörige oder Mitbewohner Ihre Anrufe beantworten, geben Sie Ihnen folgende Anweisungen:

    - Name des Anrufers/Unternehmens notieren

    - Immer die Rückrufnummer erfragen

    - Grund des Anrufs notieren

Wünscht der Personaler einen Rückruf, sollten Sie sich nicht zu viel Zeit lassen. Bereiten Sie sich kurz vor, achten Sie auf eine ruhige Umgebung und rufen Sie dann zurück. Oft ist es jedoch so, dass der Personaler einen neuen Termin für ein Telefonat angibt, sodass Sie nicht zurückrufen müssen. Sorgen Sie in diesem Fall dafür, dass Sie erreichbar sind.