Online-Präsentation als Teil des Jobinterviews

Kontaktloses Bewerben in Zeiten der Coronakrise

Millionenfach werden jeden Tag Dinge präsentiert. Auch im Büro. „Dinge“ wie Quartalszahlen. „Dinge“ wie Projektstände. Eben „Dinge“, die man mit anderen Teilen möchte (oder muss). Und auch Bewerber kommen häufig nicht umhin, derartige „Dinge“ präsentieren zu dürfen.

Das Präsentieren findet dabei zumeist in der physischen Präsenz des zukünftigen Vorgesetzten und des Personalers statt. Dass dies dann zur Gefahr wird, wenn eine Pandemie wie die von Corona ausgelöste um sich greift, ist allen bekannt und erfordert Ersatzlösungen.

Nichts nerviger als das: Präsentieren vor Ort

Bewerber, die einmal mit fremder Präsentationstechnik hantieren mussten, haben verinnerlicht, wie viele Handgriffe getan werden müssen, um eine PowerPoint-Präsentation zum Laufen zu bekommen. VGA- oder HDMI-Kabel müssen verbunden werden. Das bereitgestellte Notebook muss zum Teilen des Bildschirms überredet werden. Und irgendwo liegt auch die Fernbedienung für den Beamer herum, die garantiert keine Batterien beinhaltet. Dann bekommt man, nach dem Händeschütteln mit allen Zuhörern, ein Glas Wasser eingeschenkt – und nach 15 Minuten zahlloser Kontaktpunkte kann es losgehen. Wir verraten, wie es besser geht.

Ihre Präsentation können Sie nämlich auch aus der Ferne halten. Üblicherweise wird man Ihnen mehrere Tage zur Bearbeitung einer oder mehrere Frage(n) geben. Nutzen Sie die Zeit, um Ihre PowerPoint Präsentation auf Vordermann zu bringen – und vergessen Sie nicht, diese rechtzeitig einzureichen.

Sollte das Unternehmen – trotz der laufenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus – eine Einladung aussprechen, können Sie ruhig mutig Ihre Bedenken äußern und eine Präsentation übers Internet vorschlagen.

Echte Managementqualitäten: Online-Präsentation vorbereiten

Überlässt das Unternehmen Ihnen die Organisation der Präsentation, können Sie sich gleich als guter Manager beweisen: Stellen Sie sicher, dass Sie eine Videokonferenz erstellen können. Auch die Möglichkeit zum Screensharing sollte gegeben sein. Tools wie Skype oder GoToMeeting decken diese Funktionen ab.

Testen Sie im Vorfeld, ob Ihre Kamera und das Mikrofon zuverlässig funktionieren. Stellen Sie sicher, dass auch das Screensharing möglich ist. Zeichnungen und Texte sollten – auch wenn die Auflösung aufgrund einer schlechten Internetverbindung in den Keller sinkt – deutlich zu erkennen sein. Mit einem Handout sowie ggf. einem Link zur Einwahl erleichtern Sie die Teilnahme.

Im Regelfall wird das Unternehmen die Präsentationssoftware vorgeben. Das heißt natürlich nicht, dass Sie sich gemütlich zurücklehnen können. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Präsentation und die Hardware: Stellen Sie sicher, dass Ihr Gesicht und Ihr Oberkörper gut zu erkennen sind. Gestik und Mimik verstärken die Immersion, tatsächlich vor Ort zu sein. Üben Sie den schnellen Wechsel zwischen Live-Video und Screensharing. Können Sie auf Nachfrage einzelne Folien schnell aufrufen? Wie teilen Inhalte? Und haben Sie einen Plan B, falls das Videotool versagt? Proben Sie, ob die Redezeit dem gesetzten Rahmen genügt. Wie lange sind einzelne Folien sichtbar?

Gibt es sogar Video oder Animationen, die Ihre Präsentation lebendiger gestalten? Sie sehen, mit etwas Vorbereitung können Sie auch mit einer Online-Präsentation einen aussagekräftigen Eindruck hinterlassen. Versuchen Sie die im Text gestellten Fragen im Vorfeld zu beantworten. Überlegen Sie, ob Sie solch eine Präsentation und zugleich Selbstpräsentation Ihrer Person als ansprechend empfinden würden.