Letzter Ausweg: Initiativbewerbung

Wie sinnvoll ist eine Initiativbewerbung und wie schreibe ich diese erfolgreich? Auf der Suche nach einem Job nach dem Studium, der Ausbildung oder aufgrund einer neuen beruflichen Orientierung kann es manchmal schwierig werden, passende Stellen zu finden. Bietet der Wunscharbeitsgeber derzeitig keine freie Stelle an, kann man es immer noch mit einer Initiativbewerbung versuchen.  Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung ohne konkretes Stellenangebot, bei der im Gegensatz zur Blindbewerbung zumindest der Ansprechpartner des Wunschunternehmens bekannt ist.

Wie fängt man an?

Im Gegensatz zu einer direkten Bewerbung müssen Sie in der Initiativbewerbung Ihre Qualifikationen betonen und warum Sie ein Gewinn für das Unternehmen sind. Ebenfalls sollte deutlich werden, warum Sie sich ausgerechnet für dieses Unternehmen interessieren. Sie können im Anschreiben ebenfalls mehrere Interessens- und Erfahrungsbereiche erwähnen, jedoch nicht mehr als drei, sonst klingt es schnell unentschlossen und ahnungslos. Es kann auch nicht schaden, sich vorher telefonisch bei der Firma zu informieren, ob es sich überhaupt lohnt, die Bewerbung abzuschicken. Viele Stellen werden oftmals nicht ausgeschrieben und intern besetzt. Ihr Ziel ist es, mögliche personelle Lücken in den Unternehmen zu finden. Bei größeren Firmen hat man damit jedoch mehr Erfolg als bei kleineren.

Bei Initiativbewerbungen muss man noch größere Geduld haben, als bei normalen Bewerbungen, da man keinen Bewerbungsschluss hat. Je nach Personalbedarf kann es daher vorkommen, dass sich das Unternehmen überhaupt nicht oder erst nach Monaten meldet. Im besten Fall erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihre Bewerbung in der Personalabteilung angekommen ist. Es kann auch nicht schaden, nach längerer Zeit in der Firma anrufen und nachzuhaken. Bleiben Sie dabei freundlich und seien Sie offen für eine mögliche negative Rückmeldung seitens des Personalers.

Checkliste: Das sollte in die Initiativbewerbung

  • Absender: (Name, Adresse, Telefonnummer (auch mobil), E-Mail-Adresse)
  • Datum (rechts)
  • Empfänger (Firma, Vor- und Zuname des Adressaten, Adresse)
  • Kein Bewerbungsfoto - das kommt in den Lebenslauf
  • Betreff "Initiativbewerbung" (besser konkreter)
  • Persönliche Anrede
  • Einstieg
  • Bezug zum Unternehmen
  • Kurzdarstellung des eigenen Profils, der Stärken und Soft Skills (mit Beispielen!)
  • Hinweis auf sonstige Kenntnisse (zum Beispiel Sprachen)
  • Hinweis auf Referenzen (Wohlwollende Ansprechpartner von früheren Jobs)
  • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
  • Gehaltsvorstellung
  • Abschlussformulierung
  • Unterschrift
  • Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse)