Job kündigen: Chef – das war’s!

Wer seinen Job kündigen möchte, kann davon ausgehen, dass die Kündigung auch für den Chef nicht angenehm ist. Denn nur wenige Führungskräfte sind tatsächlich auf das heikle Thema Kündigung vorbereitet. Gründe für die Kündigungen gibt es viele. Sei es die Bezahlung, die Arbeitszeiten, keine Karrieremöglichkeiten oder ein Umzug. Bevor du den großen Schritt der Kündigung planst, solltest du dir deiner Entscheidung ganz sicher sein. Denn hast du deinen Job einmal gekündigt, kannst du deinen Entschluss nicht mehr zurücknehmen und musst mit allen damit verbundenen Konsequenzen leben. Ist die finale Entscheidung zur Kündigung des Jobs getroffen, gibt es viele Fragen: Was gehört in mein Kündigungsschreiben? Wann kündige ich? Wann informiere ich die Kollegen? Wie bekomme ich ein korrektes Arbeitszeugnis?

Job kündigen –  Kündigungsschreiben, fristlose Kündigung, Arbeitsrecht. Was muss ich wann beachten?

  • Kündigungsfristen einhalten: Bevor du deinen Job kündigst, solltest du dich über die vereinbarte Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag informieren. Ist keine genaue Kündigungsfrist genannt, hältst du dich laut Arbeitsrecht an eine ordentliche Kündigungsfrist von 28 Tagen entweder zum 15. oder am Monatsende. In der Probezeit hingegen (max. sechs Monate) beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Das fristlose Kündigen  eines Jobs ist nur möglich, wenn „außerordentliche Gründe“ (z. B. schwerer Vertragsbruch) vorliegen.
  • Kündigung kommunizieren: Das Kündigungsschreiben einfach an die Personalabteilung zu schicken, ohne vorher mit den Chef gesprochen zu haben, geht gar nicht! Es gehört zum  guten Stil, deinen direkten Chef als ersten von der Kündigung deines Jobs zu erzählen. Erläutere ihm dein Vorhaben – er wird dich sicher verstehen.
  • Kündigungsschreiben erstellen: Ist der Jobwechsel geplant, musst du ein ordentliches, handschriftlich unterschriebenes Kündigungsschreiben im Original einreichen. Prüfe in deinem Arbeitsvertrag, ob du einen Grund für deine Kündigung angeben musst, ansonsten kannst du auf die Angabe von Gründen verzichten. Denn das Kündigungsschreiben dient nur der formalen Beendigung des Arbeitsvertrages.

Folgende Angaben sollten in jedem Fall enthalten sein:

    • Deine Adresse
    • Die Adresse des Arbeitgebers
    • Die Kündigungsabsicht
    • Den Austrittstermin
    • Deine Unterschrift

Die Kündigung übergibst du am besten persönlich und lässt dir den Eingang der Kündigung mit Stempel, Unterschrift und Datum bestätigen.

  • Resturlaub nehmen: Dir stehen noch Urlaubstage vor deinem Austrittstermin zu? Dann musst du dir diese vor deinem Jobaustritt genehmigen lassen. Falls es nicht möglich ist, kann dir der Urlaub – dein Einverständnis vorausgesetzt – auch ausgezahlt werden.
  • Arbeitszeugnis anfordern: Jeder Arbeitnehmer hat nach der Kündigung seines Jobs das Recht auf ein Arbeitszeugnis. Achte darauf, dass du nicht nur ein  einfaches, sondern ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bekommst. Viele Personaler nutzen im Arbeitszeugnis Formulierungen mit versteckten Codes. Was mit diesen Botschaften gemeint ist, findest du hier: https://www.jobware.de/Ratgeber/Der-Geheimcode-im-Arbeitszeugnis.html

Selbst kündigen und professionell bleiben. Wie gelingt ein stilvoller Abgang?

Nicht alle Gründe einen Job zu kündigen, eignen sich für eine harmonische Trennung. Stress mit dem Vorgesetzten hält die Trauer bei beiden in Grenzen. Wichtig ist: „Man sieht sich immer zweimal im Leben“. Verlasse das Unternehmen – auch nach einer fristlosen Kündigung – nicht im Bösen. Damit das Zeugnis positiv ausfällt und dein Chef dich eventuell weiterempfiehlt, solltest du dich um einen freundschaftlichen Ausstieg bemühen.