Korrekte Anrede und Anschrift in Bewerbungen – Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsanschreiben

Die korrekte Anschrift und Anrede in der Bewerbung sind maßgeblich für den Erfolg. Die Anschrift des Unternehmens findet sich im Adressblock der Stellenausschreibung. Sollte sie dort nicht angegeben sein, sind die Unternehmensdaten leicht zu recherchieren. Wenn es sich um eine E-Mail oder Online-Bewerbung handelt, heißt das keinesfalls, dass die Angabe der Unternehmensdaten wegfällt. Auch hier gilt, dass in einem Anschreiben sowohl die eigene Adresse, als auch die des Unternehmens genannt werden sollen. Sie sind ebenso fester Bestandteil, wie der Betreff, das Datum und die Anrede. Fehlerfrei, versteht sich.

An wen soll ich die Bewerbung richten?

Jobware Online-Service GmbH                                             Paderborn, 03.08.2037 
Der Boss
Technologiepark 32
33100 Paderborn                                                                                    

                                            Bewerbung für diese eine Stelle

Hallo neuer Chef,

Ich würde gerne bei dir arbeiten.  

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Das klingt unprofessionell und abschreckend? So können Sie es besser machen:

„Sehr geehrte Damen und Herren“ ist die allgemeinste Form der Anrede…

…und ist kein optimaler Einstieg für ein Anschreiben. Diese unpersönliche Ansprache hinterlässt keinen guten Eindruck und sollte nur als letzte Alternative in Betracht gezogen werden. Schreiben Sie daher den Adressaten möglichst mit Namen an. In Stellenausschreibungen sind in der Regel Ansprechpartner genannt. Verwenden Sie trotzdem eine standardisierte Anrede, dann kann das bereits das Aus für Ihre Bewerbung bedeuten. Allerdings kommt es vor, dass in einer Stellenausschreibung explizit kein Ansprechpartner genannt wird. Was ist in diesem Fall zu tun und wie kann die Standardform vermieden werden?

Der Anschluss unter dieser Nummer

Sollten Sie relevante Fragen zu dem Bewerbungsprozess oder der ausgeschriebenen Stelle haben, dann bietet sich ein Anruf bei dem jeweiligen Unternehmen an. Im Zuge dessen können Sie auch den konkreten Ansprechpartner für Ihre Bewerbung in Erfahrung bringen. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Sie den Namen richtig notieren. Fragen Sie wenn nötig noch einmal nach und lassen Sie ihn sich buchstabieren. Erkundigen Sie sich außerdem nach Zusätzen wie Professoren- oder Doktortiteln. Beschränkt sich Ihre Frage auf die Ermittlung des Ansprechpartners, dann sollten Sie von einem Anruf absehen. Besonders bei Unternehmen, bei denen es zu einer Vielzahl von Bewerbungen kommt, kann eine gehäufte telefonische Nachfrage schnell dazu führen, dass diese für den Arbeitgeber einen unnötigen Mehraufwand bedeutet. Also Vorsicht! Anstatt Sympathiepunkte zu sammeln, können Sie so auch schnell welche verlieren. Wenn keine Ansprechpartner in der Ausschreibung genannt sind, dann handelt es sich keinesfalls um einen Fehler seitens des Unternehmens. Oftmals gehen Bewerbungen durch mehrere Hände, so dass bewusst davon abgesehen wird einen konkreten Ansprechpartner zu nennen.

Sehr geehrter Herr Mustermann, sehr geehrte Frau Anders

Im Gegensatz zu der fehlenden Angabe eines Ansprechpartners kann es ebenso vorkommen, dass mehrere Personen genannt werden. In diesem Fall sind alle Ansprechpartner sowohl in der Anschrift, als auch in der Anrede namentlich aufzuführen. Die Reihenfolge richtet sich dabei nach der Hierarchie. An dieser Stelle ist möglicherweise weitere Recherche notwendig. Befinden sich die Personen auf der gleichen Hierarchiestufe, nennen Sie aus Höflichkeitsgründen die Dame zuerst. Sind beispielsweise mehrere gleichgestellte Herren anzusprechen, kann auch alphabetisch vorgegangen werden. Im Zweifelsfall richten Sie sich nach der Reihenfolge in der die Personen in der Ausschreibung genannt sind.

Initiativ?

Handelt es sich um eine Initiativbewerbung, dann können Sie durch die Adressierung der Unterlagen an den zuständigen Ansprechpartner Pluspunkte sammeln. Recherchieren Sie auf der Unternehmenswebsite, ob Ansprechpartner für bestimmte Anliegen genannt werden. Es macht einen guten Eindruck, wenn Sie sich in Ihrer Bewerbung auf einen konkreten Anlass und Ansprechpartner beziehen können. Die vorherige Kontaktaufnahme bei Jobmessen oder durch gemeinsame berufliche Kontakte kann bei Initiativbewerbungen sehr hilfreich sein. Wenn Sie eine standardisierte Anrede verwenden und keinen konkreten Anlass für Ihre Bewerbung nennen können, dann laufen Sie Gefahr, dass auf Seiten des Arbeitgebers die Zuständigkeit unklar ist und Ihre Bewerbung ins Leere läuft.