Fehlerquellen clever umgehen: Die perfekte Bewerbung schreiben

Welche Angaben und Formulierungen sind in einer Bewerbung völlig fehl am Platz? Worauf muss man achten?
Ein Bewerbungsprozess kann lang und frustrierend sein. In den meisten Fällen benötigen Sie eine Menge Geduld und Durchhaltevermögen. Bereits die Suche nach einer passenden Stellenausschreibung kann eine ganze Weile dauern. Wenn es dann soweit ist, sollten Sie sich nicht unvorbereitet an das Schreiben der Bewerbung machen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen:

  1. Lesen Sie die Stellenanzeige aufmerksam durch

Finden Sie heraus, ob die Stelle und das Unternehmen Ihren Vorstellungen und Erwartungen gerecht werden. Erfüllen Sie die gewünschten Voraussetzungen und Qualifikationen? Sagen Ihnen der Standort und die Arbeitszeiten zu? Konnten Sie bei der weiteren Recherche über das Unternehmen einen positiven Eindruck gewinnen? Wenn Sie diese Fragen mehrheitlich mit „Ja“ beantworten können, dann spricht alles für eine Bewerbung. Vergleichen Sie die Inhalte der Stellenanzeige mit Ihrem Profil und machen Sie sich im Vorfeld Notizen, in welchem Punkten Sie überzeugen können. Lernen Sie hier, wie Sie Stellenanzeigen richtig lesen.

  1. Übernehmen Sie keine Formulierungen aus dem Internet oder Ratgeberbüchern

Informieren Sie sich und holen Sie sich Anregungen und Denkanstöße, aber schreiben sollten Sie Ihre Bewerbung schon selbst. Standardfloskeln führen zu Standardabsagen. Auch Personaler nutzen Google.

  1. Schreiben Sie keinen Roman

Sie sind hochmotiviert und haben viel zu sagen? Super! Aber beschränken Sie sich auf das Wesentliche. Eine detaillierte Beschreibung Ihrer Biografie möchte niemand lesen. Achten Sie darauf Ihre Stärken hervorzuheben und keine unnötigen Kleinigkeiten zu berichten. Kurz und prägnant – so kommen Sie ans Ziel. In einem Vorstellungsgespräch können Sie ausführlicher auf die Inhalte Ihrer Bewerbung eingehen.

  1. Übertreiben Sie nicht und erzählen Sie keine Lügen

Lügen haben kurze Beine. Und Übertreibungen sind auch schnell entlarvt. Bleiben Sie ehrlich und fair. Genau das erwarten Sie schließlich auch von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber. Früher oder später wird man erkennen, wenn Sie zu dick aufgetragen haben. Und dann sind Sie aus dem Rennen.

  1. Verwenden Sie Verneinungen

Lenken Sie den Fokus niemals auf Ihre Schwächen. Negative Wörter und Formulierungen gehören nicht in Ihre Bewerbung. Schreiben Sie nicht „Ich kann das nicht…“. Signalisieren Sie stattdessen Ihre Bereitschaft sich schnell in neue Themen einzuarbeiten und unterstreichen Sie diese Aussagen mit Beispielen aus Ihrem bisherigen Arbeitsleben.

  1. Mit Egoismus kommen Sie nicht ans Ziel

Das Unternehmen sucht jemanden, der die richtigen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringt, um eine bestimmte Position auszufüllen.  In der Bewerbung geht es nicht darum darzustellen, wie sehr Sie von dem Unternehmen profitieren, sondern welchen Mehrwert Sie für das Unternehmen haben. Die Personalabteilung hat die Wahl.

  1. Aktiv statt Passiv

Vermeiden Sie in jedem Fall Passiv-Konstruktionen. Sie laufen ansonsten Gefahr als unselbstständig wahrgenommen zu werden. Statt „In meinem Studium wurde mir beigebracht…“ schreiben Sie „Ich habe während meines Studiums gelernt…“.

  1. Vermeiden Sie unbedingt den Konjunktiv

Ihr oberstes Ziel ist es, kompetent und seriös zu wirken. Formulierung im Konjunktiv wie „hätte“, „würde“ und „könnte“ tragen nicht unbedingt dazu bei, dass Sie einen fähigen Eindruck hinterlassen. Präsentieren Sie sich stattdessen selbstbewusst und selbstreflektiert.

  1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Schnell schleichen sich kleine Flüchtigkeitsfehler in Ihr Bewerbungsschreiben ein. So sollten Sie es in keinem Fall abschicken. Lesen Sie Ihre Bewerbung im Hinblick auf Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler durch.