Wie Arbeit gesund hält

Mit der Gesundheit ist es so eine Sache. Grundsätzlich befürwortet jeder eine gesunde Ernährung, doch im realen Leben sticht die Currywurst den Salat bei der Wahl des Mittagessens meist aus. Ähnlich sieht es auch mit den betrieblichen Gesundheitsangeboten aus, welche in vielen großen Unternehmen mittlerweile etabliert sind. „Nice to have - aber nichts für mich“, sagen immer noch viele.

 

Unternehmerische Gesundheitsangebote liegen im Trend, zeigt ein schneller Blick auf die Jobbörsen Deutschlands. Viele Firmen werben mit ihrem großzügigen Angebot, um Körper und Geist auch am Arbeitsplatz in Einklang zu halten. Die Botschaft: Bei uns kümmern wir uns um dich und deine Gesundheit, du brauchst keinen Stress zu fürchten!

Grundsätzlich müsste also alles stimmen. Unternehmen reagieren auf die Wünsche ihrer potentiellen Angestellten und diese arbeiten dank Sport- und Fitnessangeboten motivierter. Doch noch immer zeigt sich, dass das Angebot nur spärlich genutzt wird. Mitunter dominieren alte Denkmuster, wonach diejenigen, die Zeit haben, sich um ihre Gesundheit zu kümmern, nicht gut arbeiten.

Psychische Krankheiten nehmen zu

Die Folge ist, dass nach wie vor viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter der psychischen Last ihrer Arbeit zusammenbrechen. Burn-Out und Depression liegen leider ebenso im Trend. Gehörte früher ein Herzinfarkt fast schon zum guten Ton einer Spitzenkraft, ist es heute ein psychisches Leiden.

Fatales Denken

Dieses fatale Denken, dass nur lange und unnachgiebig Arbeit zählt, sickert wie Gift in ein Unternehmen. Niemand traut sich mehr, die Angebote wahrzunehmen, in der Angst, als unproduktiv zu gelten.  Die gut gemeinten Angebote werden wohlwollend ignoriert.  

Dabei belegen Studien schon länger, dass gesunde Mitarbeiter die produktiveren sind. Basis einer guten Arbeitskultur sollte es sein, ein Betriebsklima zu schaffen, dass diese Haltung fördert, statt immer nur diejenigen zu belohnen, die auch noch die letzte Kraftreserve aus sich herausquetschen, um dann anschließend für mehr als ein halbes Jahr auszufallen. Und die Arbeitnehmer sollten selbstbewusst sein, die oft sinnvollen Angebote auch wahrzunehmen.