Wenn die KI ihren Lebenslauf nicht mag

Sorgfalt und Aussagekraft sind wesentliche Grundanforderungen in jeder Bewerbung. Schließlich gilt es, den Personaler von sich zu überzeugen. Doch was passiert, wenn plötzlich ein Programm ihren Lebenslauf liest und bewertet?

Digitalisierung und automatische Prozesse sind mittlerweile in fast jeder Personalabteilung Standard. Der nächste Schritt ist da nur logisch: Ein Programm, dass Lebensläufe scannt und die wesentlichen automatisch in eine Bewerberdatenbank überträgt. So etwas gibt es bereits. Es nennt sich CV-Parser. Von einem solchen Programm profitieren vor allem Großkonzerne, die täglich hunderte Bewerbungen erhalten. Der CV-Parser hilft dann, Personalabteilungen zu entlasten. Dies verschlankt den Bewerbungsprozess. Auch der künftige Arbeitnehmer profitiert von dem schnelleren Verfahren.

Das Programm kennt keine Empathie

Soweit hört sich alles gut an. Doch diese an sich gute Idee kann für Sie als Bewerber einen entscheidenden Nachteil haben. Intuition oder kreatives Denken sind nicht die Stärken solcher Programme. Heißt: Wenn ein bestimmtes Stichwort aus der Stellenausschreibung fehlt oder auch nur ein Buchstabe falsch gesetzt ist, kann Ihre Bewerbung in allen anderen Punkten noch so gut sein. Der CV-Parser nimmt es einfach nicht zu Kenntnis.  Denn das Programm sucht wie ein Scanner die Stichworte, die ihm vorgegeben wurden. Bei einer falsch geschriebenen Qualifikation bleibt das entsprechende Feld in der Datenbank leer und der Personaler erkennt nicht mehr Ihren Qualifikationsstand. Pech gehabt! Wenn also der Kandidat sich wundert, warum er den Personaler nicht überzeugen konnte, richtet sich sein Fokus auf den falschen.

Bewerber müssen reagieren

Doch was kann der Bewerber tun? In erster Linie muss er seine Bewerbung noch mehr auf die Stellenbeschreibung ausrichten. Die entscheidenden Keywords sollten enthalten sein und auch dann, wenn keine großen Qualifikationen vorliegen, zumindest thematisiert werden.

Als weiteren Schritt kann sich ein Bewerber die Kraft der Programme selbst zunutze machen. Das Internet bietet einem mit ein wenig Recherche Tools, um seine eigenen Unterlagen zu testen.