Welchen Benefit verdienen Sie?

Drei Monate Sabbatical? Oder ein Massagegutschein? Oder doch lieber der Teamausflug mit Huskys? Die Bandbreite an zusätzlichen Benefits zum Gehalt ist mittlerweile sehr groß. Die Extras erfüllen dabei mehrere Ziele.

Früher galt das Weihnachtsgeld als höchstes der Gefühle. Glücklich konnte sich der schätzen, dessen Arbeitgeber ihm ein dreizehntes Gehalt überwies. Doch die Zeiten, in denen Unternehmer ihre Belegschaft rein mit Geld zu motivieren versuchen, sind längst passé.

Events am Arbeitsplatz

Mittlerweile muten einige Stellenausschreibungen wie halbe Event-Agenturen an. Vom obligatorischen Kicker über die Espresso-Maschine zu aufwändig gestalteten Firmenausflügen ist alles dabei. Doch es geht noch viel weiter. Beispiel gefällig: Das für seine Schrauben bekannte Unternehmen Würth lotst regelmäßig bekannte Stars zu einem eigens organisierten Festival. Und bei Puma öffnet regelmäßig ein Barber-Shop seine Türen, damit die Angestellten immer top aussehen.

Natürlich sind die Angebote der Chefs nicht ganz frei von eigennützigen Gedanken. Längst ist klar, dass zufriedene Mitarbeiter produktiver sind. Doch gehen einige Angebote über die reine Zufriedenheit hinaus. Wenn etwa die Telekom ihren Angestellten Fahrrad-Heimtrainer an den Schreibtisch stellt, ist die Botschaft klar: Halte dich gesund, damit deine Arbeitskraft mir lange erhalten bleibt.

Gehaltsverzicht für Benefits

Die Zusatzangebote sind trotzdem sehr beliebt. Einer aktuellen Studie zufolge würden sogar Arbeitnehmer auf Gehalt verzichten, wenn sie dadurch in den Genuss bestimmter Benefits kämen. Damit sind insbesondere dauerhafte Home-Office-Lösungen oder Auszeiten von der Arbeit gemeint.

Stehen mir die Benefits zu?

Eine Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich, ob mir die angebotenen Zusatzleistungen überhaupt zustehen. Solange davon nichts im Arbeitsvertrag steht, habe ich rechtlich auch keinen Anspruch. Als Arbeitnehmer muss ich weiterhin vom Wohlwollen des Arbeitgebers ausgehen. Beim klassischen Weihnachtsgeld sieht dies oft anders aus, da dieses oft in den Verträgen verankert ist. Wiederum anders sieht es bei zusätzlichen Geldleistungen, etwa in Form einer Prämie, aus. Hier sichern sich die meisten Arbeitgeber ab, damit daraus kein dauerhafter Anspruch entsteht.