Wann lohnt sich der Jobwechsel?

Das Gras ist woanders immer grüner als im eigenen Garten. Diesen Spruch kennt jeder, der schon einmal vor einer Wahl stand. Meist siegt der Wunsch nach Sicherheit, auch im Job. Dafür werden Nachteile in Kauf genommen, die nicht sein müssten.

Arbeiten im Schichtbetrieb, keine Anerkennung und der Chef ist ständig mies gelaunt. Gründe gib es viele, warum sich Deutsche nach einem neuen Job sehnen. Laut einer Umfrage von Xing wünschen sich sogar 39 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine berufliche Veränderung. Doch oft bleibt es nur beim Wunsch. Die Folgen können für alle Beteiligten dramatisch sein. Die Produktivität sinkt und auch gesundheitliche Folgen drohen, wenn der Frust in sich hineingefressen wird. 

Im neuen Jahr ist es an der Zeit, sich noch einmal alle Optionen klarzumachen. Denn aus der Misere gibt es nicht nur einen Weg. 

1. Option: Die interne Lösung

Fragen Sie den Arbeitgeber, ob er nicht eine neue Aufgabe für Sie im Unternehmen hat. Möglicherweise arbeiten Sie in einem deutschlandweit agierenden Konzern, der Ihnen auch einen Job in einer anderen Stadt anbieten kann, sollte Ihnen danach sein. Doch Vorsicht: Diese Variante ist nicht ganz ohne Risiko. Sie sollten Ihr Anliegen nicht negativ verkaufen, nach dem Motto „Ich habe keinen Bock mehr, hier zu arbeiten“. Vielmehr sollte ihr Wunsch nach Veränderung im Vordergrund stehen. Sprechen Sie offen darüber, dass Sie Ihre Potentiale woanders sehen und loten Sie gemeinsam Chancen aus. Vielleicht lässt sich sogar ein Zeitplan für einen Wechsel vereinbaren.

2. Option: Der Jobwechsel

O.k., Sie halten es nicht mehr aus und wagen den Schritt hin zum neuen Job. Über eine Recherche in den gängigen Jobportalen suchen Sie sich eine passende Stelle heraus. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Stärken auch wirklich in dem Jobprofil wiederfinden. Sie wollen ja nicht in wenigen Monaten in derselben Situation stecken. Diesen Schritt riskieren in Deutschland noch immer sehr wenige, obwohl die Zeiten dafür günstig sind. Starre Lebensläufe sind nicht mehr en vogue. Ein Mitarbeiter, der über den Tellerrand hinausschaut, ist für alle Unternehmen ein Gewinn. Wichtig: Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch, um Ihre Wünsche und Vorstellungen klar zu formulieren. Dies können Sie mit breiter Brust tun, denn Sie haben ja noch zur Not den alten Job. 

3. Option: Raus aus dem Hamsterrad

Für ganz Mutige. Sie kündigen und gehen den Schritt in die Selbstständigkeit oder wählen einen Freiberuf. Endlich der eigene Chef sein und selbst über die Zeit bestimmen. Auch diese Lösung erfreut sich steigender Beliebtheit. 

Welche Lösung die richtige ist, liegt ganz bei Ihnen. Überlege Sie vor jedem Schritt, ob die dadurch entstehenden Vorteile die Nachteile aufwiegen können.