Sind Sie ein Querdenker?

Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die nicht nur Fachwissen mitbringen, sondern auch kreativ sind, unkonventionelle Lösungen finden und in der Lage sind, neue Ideen zu entwickeln. Denn nur, wer mit Denkmustern bricht, hat die Chance, echte Innovationen zu entwickeln.

Querdenker gesucht? Na klar, denn Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die ausgetretene Pfade verlassen und ungewöhnliche Ideen einbringen. Einige eindrucksvolle Beispiele, wie wichtig das Querdenken für den Unternehmenserfolg sein kann, gibt in jedem Jahr die Preisverleihung des Querdenker-Clubs, einem Innovationsnetzwerk aus Managern und kreativen Köpfen. Prämiert werden Unternehmen, deren Innovationen tatsächlich den Markt auf den Kopf stellen.

Als Klug gilt hier derjenige, der um die Ecke denkt. Wer den Mut hat, aus alten Verhaltensmustern auszubrechen, dem winkt der Erfolg.  Auch die meisten Personalchefs würden nicken, wenn man ihnen diese Frage stellt. Unternehmen verkaufen sich gerne als innovativ – und da gehört das Querdenkertum natürlich mit dazu. Gute Zeiten also für Leute, die sich von alten Denkmustern verabschieden?

Alte Werte haben Bestand

Leider lassen Studien zu Personalführung noch immer Gegenteiliges vermuten. Wer glaubt, die Manager seien auf der Suche nach Skills, die man Querdenkern zuordnen kann, täuscht sich. Denn nach wie vor sind die Top 3 der beliebtesten Eigenschaften Verlässlichkeit, Produktivität und Loyalität. Vor allem Führungskräfte in sogenannten Konzernkulturen, also in besonders großen Unternehmen, forderten von ihren Beschäftigten viel Leistung und schnelle Resultate. Die Ansichten darüber, welcher Typ von Mitarbeiter schnell und leistungsfähig ist, sind scheinbar zementiert.

Flexible Organisationen bieten mehr Raum

Doch es gibt Hoffnung: Anders ist das bei „flexiblen Organisationen“, also bei Unternehmen, in denen es keine starke Konzernstruktur gibt. Dort setzen die Verantwortlichen eher auf den Querdenker-Effekt und geben Mitarbeitern Raum, Potentiale zu entfalten. Und die Unternehmen haben damit Erfolg. Wer auf Querdenker setzt, ist also vorne mit dabei. Wer nur auf Verlässlichkeit baut, setzt sich der latenten Gefahr aus, dass immer wieder ähnliche Kandidaten ausgewählt werden, die das Unternehmen im Zweifelsfall kaum voranbringen.