Arbeiten Sie dort, wo Ihre Stärken liegen?

Kompetenzorientierung – mit diesem Schlagwort versuchen Unternehmen Ihre Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen. Wer eine Stelle antritt, kann sicher sein, dass seine Aufgaben in ein paar Jahren ganz anders aussehen werden.

Unternehmen versuchen sich krisenfest zu machen. Dieser Satz überrascht nicht. Doch statt wie früher über einen Jobabbau nachzudenken, gehen viele Führungsetagen andere Wege. Sie investieren in ihre Mitarbeiter, damit deren Kompetenzen krisenfest sind.

Der erste richtige Job dient im Idealfall als Basis für eine lange Karriere in eben diesem speziellen Fach. Die Kenntnisse, die für eine perfekte Erledigung aller Aufgaben nötig sind, lernen Berufsanfänger dabei naturgemäß erst im Laufe der Jahre, denn niemand kann durch ein Studium auf alle seine späteren Aufgaben vorbereitet werden.

Arbeitgeber möchten sich ein Stück der anfänglichen Offenheit bewahren. Weg vom starren Berufsweg hin zu einem Mitarbeiter, der Lösungsorientiert an seine Arbeit herangeht und auch mal fern von der reinen Lehre Ideen in das Unternehmen hineinträgt. 

Talent identifizieren

Daher liegt der Fokus auch auf den besonderen Fähigkeiten der Belegschaft. Gibt es Talente, die eventuell nicht nur in der ursprünglichen Abteilung nützlich sind? Passt der Mitarbeiter sogar insgesamt viel besser auf eine andere Position? Ist z.B. der BWLer mit gutem technischen Verständnis nicht auch in der IT nützlich?

Krisenfestigkeit zeichnet sich durch Flexibilität aus. Wer schnell auf neue Situationen reagieren und sich umstellen kann, ist für ein Unternehmen viel wert. Mitarbeiter sollten daher gezielt darauf geschult werden, ihre eigenen Stärken zu erkennen und einzusetzen.

Fokus auf individuelle Stärken

Gewiss, der Ansatz vom lebenslangen Lernen, der sich hier aufzudrängen scheint, ist nicht neu. Doch findet der Weg der Kompetenzorientierung auch neue Ansätze. Gefördert werden eben nur diejenigen Skills, die in der Person auch vorhanden sind. Wenig bringt es dagegen, Mitarbeiter in Beriechen zu schulen, für die sie einfach nicht geeignet sind. Im Gegenteil: Dies fördert sogar das Frustpotential.

Wer heute neu in einen Beruf einsteigt, sollte sich also im Klaren sein, dass seine ureigenen Fähigkeiten und Stärken mehr gefragt sind denn je.