Unterschiede bringen Erfolg

Viele Unternehmen wissen: Um auf den internationalen Märkten erfolgreich zu sein, müssen sie das Thema Diversity strategisch angehen. Am Zuge sind daher auch Einsteiger und junge Führungskräfte. Ihre Aufgabe: die Vorteile von vielfältigen Teams zu erkennen und zu nutzen.

Beginnen wir im Haushalt. Wer noch immer denkt, dort seien die Rollen beim Einkaufen klar verteilt, befindet sich auf dem Holzweg. Frauen entscheiden, welches Auto gekauft wird, während Männer das Wohnzimmer gestalten. Es entsteht gerade ein komplexer Mix aus männlichen und weiblichen Entscheidern – und zwar nicht nur in Europa, sondern auch auf den wichtigsten neuen Märkten, etwa in Asien.

Vielfältige Teams für vielfältige Kunden

Eigentlich müsste man sagen: Der Kunde – und damit sind nicht nur die Endkunden gemeint, sondern auch die Firmenkunden – hat nicht nur mehr ein einziges Gesicht. Er hat unzählige verschiedene Gesichter. Und es gibt ganz neue Profile: Online-Shopper, die kaum noch das Haus verlassen. Oder nachhaltigkeitsorientierte Firmen, die sich bei der Wahl ihrer Zulieferer streng nach ökologischen Faktoren entscheiden. Wenn ein Unternehmen weltweit erfolgreich agieren möchte (und das ist in der globalisierten Welt längst die Regel), dann muss es im besten Fall jedes dieser Profile kennen und die Bedürfnisse richtig einschätzen. Das wiederum funktioniert nicht mit einem Management oder einer Entwicklungsabteilung, die einseitig besetzt ist. So zeigt sich, welchen Stellenwert das Thema Diversity heute in den Unternehmen besitzt. Es geht nicht mehr nur darum, sich vielfältig zu präsentieren, um hübsche Fotos für Broschüren zu erhalten. Für global aufgestellte Unternehmen ist Diversity heute ein bedeutsames Thema. Mehr noch: Es ist im besten Fall direkt in der Unternehmensstrategie verankert.

Als Einsteiger Diversity nicht unterschätzen

Dass es für ein Unternehmen heute wichtig ist, bei der Produktion Energie zu sparen oder einen funktionierenden Auftritt in den sozialen Netzwerken zu haben, ist für jeden offensichtlich. Die Vorteile der Vielfalt zu erkennen, fällt den Mitarbeitern in den Unternehmen meist noch schwerer. An dieser Stelle setzen spezielle Trainings an, welche sich mit dem wirtschaftlichen Nutzen der Vielfalt auseinandersetzen. Das Ziel: Einen Bewusstseinswandel auslösen, der die Unternehmenskultur nachhaltig verändert.

Faktor für Vielfalt

Garanten für Diversity sind für viele Unternehmen die Nachwuchskräfte. In der Folge suchen Personaler heute verstärkt gerade nicht mehr den idealtypischen Bewerber, den man direkt vor Augen hat, wenn man an eine Branche denkt. Nachwuchskräfte sind gefordert, ihre individuellen Stärken zu analysieren und sich dann dort zu bewerben, wo sie diese besonders gut anwenden können.

Auf der anderen Seite müssen Unternehmen den potentiellen Kandidaten auch etwas bieten. Dies gelinge durch flexible Arbeitszeitmodelle, Mentorinnen-Programme oder interne Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung – wobei deren tatsächliche Umsetzung natürlich entscheidend ist. Es reicht nicht, wenn Diversity nur auf dem Papier existiert. Vielfalt lebt vom Mitmachen – und zwar auf allen Ebenen.