Umgangsformen im Job in Zeiten von Corona

Gute Umgangsformen und die Wahrung der Etikette gehören zur Berufswelt genauso dazu wie fachliche Kenntnisse und berufliche Abschlüsse. Die sogenannten Soft Skills sind oft sogar ausschlaggebend bei der Besetzung einer Stelle. Wenn mehrere Bewerber die gleichen Qualifikationen mitbringen, entscheiden oft Verhaltensweisen und Umgangsformen.

Gibt der Bewerber bei der Begrüßung die Hand? Beachtet er die allgemeinen Umgangsformen? Hat er ein gepflegtes Äußeres? Verhält er sich allen Menschen gegenüber respektvoll? Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, der hat auch schlechte Karten auf dem Bewerbermarkt. Wenn Sie weitere Tipps und Tricks zum Vorstellungsgespräch oder Bewerbungsprozess allgemein haben, dann schauen Sie doch mal im Jobware-Ratgeber vorbei.

Auch im beruflichen Alltag spielen Umgangsformen eine große Rolle. Jeder Mensch möchte doch in einem Arbeitsumfeld mit einem positiven Arbeitsklima agieren. Und einen großen Beitrag dazu liefern die richtigen Umgangsformen. Klopfen, bevor ein Büro betreten wird, „bitte“ und „danke“ sagen, eine freundliche Begrüßung aussprechen und auf schlechte Angewohnheiten achten sind kleine Dinge, die aber großen Einfluss auf das Arbeitsklima haben.

In Zeiten von Corona ist auch dieser Bereich der Arbeitswelt stark betroffen. Die meisten Unternehmen verzichten momentan auf persönliche Bewerbungsgespräche und auch die sonstigen Recruitingmaßnahmen werden stark beschränkt. Der Umgang im Büro hat sich dementsprechend verändert. Die meisten Kollegen sind mittlerweile im Home-Office tätig und gar nicht mehr im Büro anwesend. Im Umgang mit den übrigen Mitarbeitern sollte sich das eigene Sozialverhalten natürlich an die gemachten Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Krise anpassen. Kein Händeschütteln, keine Versammlungen in der Kaffeeküche, genügend Abstand zwischen den Arbeitsplätzen und regelmäßiges sowie gründliches Händewaschen gehört zur absoluten Pflicht.

Statt Handschlag bieten sich alternative Begrüßungsformen an. Sei es nun ein freundliches Winken, das traditionelle indische Namasté, der Fist-/Elbow-Bump, oder das Füßeschütteln; Hauptsache die Gefahr der Übertragung von Viren wird minimiert. Eine Alternative ist auch das einfache gesprochene Wort. Schließlich ist der Mensch nicht umsonst das einzige Wesen mit einer ausgeprägten Lautsprache auf diesem Planeten. Ein freundliches „Guten Tag“ oder „Hallo“ mit einem Lächeln auf den Lippen ist genauso viel wert wie eine körperliche Begrüßung.

Auch die Kollegen im Home-Office sollten nicht vergessen werden und sich selbst weiter aktiv in das berufliche Sozialleben einbringen. E-Mails schreiben, sich im Chat oder per Skype auch mal unterhalten – manche Experten raten zur Einführung einer gemeinsamen virtuellen Kaffeepause – und andere soziale Interaktionen sorgen auch bei körperlicher Distanz für ein Gemeinschaftsgefühl. Gerade die Kollegen, die allein wohnen, freuen sich bestimmt über soziale Kontakte und persönliche Unterhaltungen. Selbst wenn es nur virtuell und mit den Arbeitskollegen ist.