Spielerischer Berufsstart

Die zahllosen Nächte an der Spielekonsole machen sich bezahlt, freuen sich die Gamer. Denn: Die Wirtschaft setzt auf sie. Gamer wissen, dass man selbst komplizierte Probleme spielerisch lösen kann. Und im Multiplayer –Modus üben sie schon lange, wie hilfreich Teamarbeit dabei ist. Hier setzen Gamification-Methoden an: Sie schaffen Know-how und erhöhen die Innovationskraft.

Die Strategie, Spiele zum Lernen einzusetzen ist nicht neu und schien auch schon mehrmals vor dem Scheitern. Doch immer mehr zeigt sich: Games als Werkzeuge zur Fort- und Weiterbildung, zum Lernen und Ausprobieren einzusetzen, war kein kurzlebiger Trend. Das Konzept hat sich in vielen Unternehmen als wichtige Methode etabliert, um auf die Komplexität und Schnelllebigkeit der Geschäftswelt von heute zu reagieren. Entwickelt haben sich viele Gamification-Ansätze aus der Spieltheorie, wie sie auch im BWL-Studium behandelt wird.

Reaktion auf schnellen Wandel

Ähnlich Ansätze umschreibt etwa das „Playful Business“ und zeigt, dass das Thema längst keine Management-Spielerei mehr ist, sondern in vielen Fällen die beste Antwort, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Denn die Realitäten ändern sich heute so schnell, dass nicht mehr dichte Regelwerke den größten Lernerfolg bringen, sondern spielerische Ansätze, die Freiheit lassen. Ein Effekt dabei: Der Blick nach vorne macht wieder mehr Spaß.

Doppelte Effekte

Die Erkenntnisse, die sich aus der intensiven Befassung mit Games ergeben, lassen sich so etwa für im Idealfall in mehrere Richtungen gewinnbringend anbringen. Nach Innen, wenn es um die Firmenstruktur und den Umgang mit den Mitarbeitern geht, die sich über spielerische Anreize weiterentwickeln wollen, und nach Außen, wenn das Unternehmen neue Produkte entwickeln möchte und auf kreative Mitarbeiter setzt.

Bewerber müssen sich geschickt präsentieren

Wer sich bei einem Unternehmen bewirbt, sollte also vorab schauen, ob dieses Erfahrungen mit Games hat oder sogar eigene Programme explizit ausweist. Im nächsten Schritt kann die eigene Games-Historie geschickt in die Bewerbung eingeflochten werden. Damit soll nicht gemeint sein, zu betonen, dass man nächtelang ein bestimmtes Spiel gespielt hat, sondern darauf zu verweisen, wie sehr die sich schnell ändernden und vielschichtigen Anforderungen des Joballtags den Herausforderungen aus der Gaming-Szene ähneln und dass man sie gemeistert hat.