Social Distancing im Job

In Zeiten der Corona-Krise gilt vor allem eins: Abstand halten! Der Begriff Social Distancing hat sich in diesem Zusammenhang wie ein Lauffeuer verbreitet. Doch leichter gesagt als getan, denn hierfür müssen lange erlernte Verhaltensmuster abtrainiert werden. Aber wie kann Social Distancing im Arbeitsalltag umgesetzt werden?

Social Distancing beschreibt eine Maßnahme zur Infektionskontrolle, um die Ausbreitung ansteckender Krankheiten, die beispielweise über eine Tröpfcheninfektion übertragen werden, zu verhindern. Der englische Begriff wird hierzulande oft mit sozialer Distanzierung übersetzt. Diese Übersetzung ist jedoch kritisch zu betrachten und nicht zuletzt auch falsch. Schließlich wollen wir uns nicht sozial voneinander distanzieren, sondern nur räumlich bzw. physisch. Die korrekte Übersetzung lautet demnach räumliche Distanzierung. Sie sorgt dafür, dass die Übertragung einer Infektion, wie dem Coronavirus, reduziert wird und die Pandemie sich verlangsamt.

Die räumliche Distanzierung betrifft dabei nicht nur unser Privatleben, sondern verändert auch den Berufsalltag. Aber nicht in jedem Beruf ist es möglich, Abstand zu halten oder gar Körperkontakt zu vermeiden. Das betrifft zum Beispiel sämtliche Personen, die im Gesundheitswesen und im Einzelhandel arbeiten. Hier gilt es, die größtmögliche Distanz zu wahren und sich an die verordneten Hygieneregeln zu halten. Neben dem Hände waschen und desinfizieren, kann hier das Tragen von Handschuhen und einem Mundschutz dazu gehören.

Für Menschen die im Büro arbeiten, ist die Situation ein wenig einfacher. Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice, sodass diese von zu Hause arbeiten. Wer seine Tätigkeit nicht von zu Hause ausüben kann und weiterhin im Büro arbeitet, der hat durch diese Maßnahme trotzdem weniger Nähe zu anderen. Doch auch hier gilt: wer weiter ins Büro geht, hat auf besondere Regeln zur Hygiene zu achten:

  • Halten Sie sich, wenn möglich, alleine im Raum auf. Andernfalls sollten Sie 1,5-2 Meter Abstand zu Ihren Kollegen halten.
  • Händeschütteln ist weiterhin tabu.
  • Waschen und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände. Insbesondere nach Toilettengängen, vor und nach dem Essen sowie wenn Sie Oberflächen, wie Türklinken, angefasst haben.
  • Vermeiden Sie es, sich ins Gesicht zu fassen.
  • Bleiben Sie an Ihrem Schreibtisch und fassen Sie keine Tastaturen, Telefone o.ä. der Kollegen an.
  • Niesen und husten Sie nur in die Armbeuge, nicht in die Hand.

Bei der Umsetzung von Social Distancing haben sich viele Unternehmen erfinderisch gezeigt. So haben einige Unternehmen, neben dem Homeoffice, das Team Splitting eingeführt. Hierbei werden sämtliche Abteilungen und Teams in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe arbeitet dabei im Büro, während die andere Gruppe im Homeoffice arbeitet. Das Ganze unterliegt dabei einem wöchentlichen Wechsel. Wichtig ist hierbei, dass die Gruppen zu keinen Zeitpunkt aufeinander treffen dürfen, auch nicht privat. So wird die räumliche Distanz gewahrt und das Risiko einer Ansteckung erheblich reduziert.

Zum Social Distancing im Job gehört jedoch mehr als nur Homeoffice. So sollte allgemein von persönlichen Meetings und auch von Dienstreisen abgesehen werden. Telefon- und Videokonferenzen können hier eine hervorragende Alternative darstellen, denn wie zuvor beschrieben, geht es nicht um die soziale, sondern die räumliche Distanzierung.

Wer sich an die Regeln des Social Distancing hält, kann nicht nur erheblich zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie beitragen, sondern gleichzeitig auch die Arbeitsleistung im Unternehmen aufrechterhalten, da auch die Ausbreitung im Unternehmen reduziert wird.