HR - was nun?

Die Corona-Pandemie stellt eine ganze Gesellschaft vor große Herausforderungen. In den Unternehmen selbst sind nun die Personaler gefragt. Plötzlich ändern sich die Anforderungen. Was gestern undenkbar war, ist heute eine realistische Option.

 

Fachkräftemangel? War da was? Mit einem Mal machen andere Wörter Schlagzeilen: Kurzarbeit, Insolvenz und Arbeitslosigkeit. Ein Blick über den großen Teich in die USA verrät, dass die Corona-Pandemie das Aus für Millionen Jobs bedeuten kann. Dort haben sich bereits mehr als 26 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

Droht Massenarbeitslosigkeit?

Nun ist Deutschland von amerikanischen Verhältnissen weit entfernt. Doch auch hier rechnen Experten mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote. Bald könnten wieder über 3 Millionen Menschen arbeitslos sein, Tendenz steigend. Die Anzahl der Kurzarbeiter liegt Ende April bei über 10 Millionen. Auch dies sind unvorstellbare Dimensionen.

Weitsicht und soziale Kompetenzen

Gefragt sind natürlich weiterhin klassische Kernkompetenzen. Social Skills wie Empathie stehen ganz weit oben. Es gilt, den ganzen Betrieb mitzunehmen auf dieser Fahrt durch das Ungewisse. Daneben gibt es eine Reihe an praktischen Arbeiten und Schritten, die im Betrieb für die nächsten Monate umzusetzen sind. So muss der Arbeitsschutz den Infektionsschutzmaßnahmen angepasst werden. Mundschutz, Abstandsregeln, Homeoffice. Dies alles gilt es zu organisieren. Gemeinsam mit den Betriebsräten können sich HRler im Sinne der Belegschaften zum Wohle des Unternehmens einsetzen.

Vorbereitet sein

Die Personalbranche wird sich zudem in naher Zukunft verstärkt wieder unpopulären Maßnahmen widmen müssen. Ein Blick auf die Wirtschaftsdaten verrät, dass viele Firmen in Existenznöte geraten könnten. Die Kostenstruktur bei den Human Resources so zu gestalten, dass ein Unternehmen durch die anstehende Weltwirtschaftskrise kommt, ist ein Kernanliegen. Gefragt sind also Weitblick und Strategiedenken, denn der Personalkörper darf nicht blindlings reduziert werden, schließlich soll bei einem künftigen Aufschwung die Personaldecke nicht so ausgedünnt sein, dass Aufträge nicht mehr bearbeitet werden können.