Generation Z ante portas

Nun sind die ersten Mitglieder dieser Generation Mitte 20, haben ihre akademischen Abschlüsse in der Tasche oder sind kurz davor und starten ihre Berufskarrieren. Wie jede andere Generation zuvor bringt die Generation Z Eigenarten und Merkmale mit. Und sie werden die Unternehmen verändern, in denen sie tätig sein werden.

Aber was genau steht hinter der Z – und wie unterscheidet sie sich von ihren Vorgänger-Generationen X und Y?

Galten die Baby-Boomer, die nun langsam in den Ruhestand gehen noch als Idealisten, war die Generation X eher pragmatisch orientiert ohne große Aufstiegsambitionen. Die heute maßgebliche Generation Y stellte wiederum Leistungsprinzipien infrage und sorgte sich um einen Ausgleich zwischen Familie und erfülltem Arbeitsleben.

Nun rückt die Generation Z nach, die wieder klar zwischen Arbeits- und Privatleben trennt und  viel Wert auf Harmonie legt. Wandel hingegen will sie nur begrenzt.

Lust auf Menschen und große Unternehmen

Doch was heißt das konkret für die Karriereplanung der Generation Z? Welche Typen von Einsteigern gehen nun in die Unternehmen – und wie muss die Wirtschaft darauf reagieren? Die Unternehmensberatung Accenture hat mit der Studie „Gen Z Rising“ ein umfassendes Profil der neuen Kräfte vorgelegt. Für Unternehmensberater sind die Erkenntnisse besonders wertvoll, denn sie zeigen auf, worauf es dem Nachwuchs im Unternehmen ankommt – und wie es gelingen kann, sein beträchtliches Potenzial in den Unternehmen zur Entfaltung zu bringen.

Eine Kernaussage der Studie lautet: „Obwohl die diesjährigen Hochschulabsolventen in Deutschland mit digitaler Kommunikation groß geworden sind, halten sie die zwischenmenschliche Interaktion im Beruf für besonders wichtig.“

Klischee vom Dauer-Display

Die Digital Natives der Generation Z stehen also keineswegs aufs Dauer-Display, persönliche Kontakte bleiben bedeutsam: „30 Prozent der befragten Berufseinsteiger präferieren persönliche Meetings, während Tools zur Online-Kommunikation mit 20 Prozent deutlich dahinter an zweiter Stelle rangieren“, heißt es in der Studie. Besonderen Wert legten Absolventen auf eine gute Beziehung zu ihren Führungskräften.