5 gute Gründe fürs Bewerben in der Krisenzeit

Jetzt erst Recht: Weshalb der Jobwechsel in Zeiten von Corona nicht gescheut werden muss.

Volkswagen hat die Produktion in mehreren Werken wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars- CoV-2 eingestellt. Der Deutsche Leitindex DAX ist auf Talfahrt. Und die Bundesregierung rechnet mit bis zu 2,35 Millionen Kurzarbeitern. Wer denkt da noch ans Bewerben?

Ob Ängste vor dem Jobverlust oder der Kündigung in der Probezeit: Die Coronakrise weckt Unsicherheiten auf Bewerberseite. Vor allem Gastronomen und der Einzelhandel leiden. So ernst die Situation auch ist, zeigt die Öffnung der chinesischen Stadt Wuhan doch, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt – vielleicht sogar früher als Sie denken.

Wir nennen Ihnen 5 gute Gründe, sich in Zeiten der Krise zu bewerben:

  1. Seit Jahren haben noch nie so wenige Menschen nach Jobs in IT, Marketing, Ingenieurwesen oder Sales gesucht. Innerhalb von 90 Tagen sind die Suchanfragen zu diesen Jobs auf rund 25 Prozent gefallen (Google Trends). Dieses Ergebnis spiegelt aber längst nicht die Situation auf dem Arbeitsmarkt wider. Gerade Fachkräfte sind weiterhin Mangelware, und die Personalabteilungen rekrutieren fleißig weiter. So finden Sie im Jobware-Stellenmarkt rund 25.000 offene Vakanzen. Selten werden sich weniger Mitbewerber auf eine Stelle finden.
  2. Noch ist unklar, wie lange uns die Coronapandemie begleiten wird. Wer sich jetzt bewirbt, hat damit weder eine Entscheidung getroffen, noch seinem aktuellen Arbeitgeber eine Kündigung ausgesprochen. Nutzen Sie die Zeit, um Unternehmen kennenzulernen. Sollte es dann zu einem Vertragsangebot kommen, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.
  3. Die Coronakrise ist fraglos eine ernste Angelegenheit. Doch gerade in systemrelevanten Berufen und digitalen Arbeitswelten ist die Nachfrage nach Fachkräften groß. Ob Ingenieure für Netzwerk- und Versorgungstechnik, Spezialisten für Online und Ecommerce, Bankfachleute, medizinisches Fachpersonal oder Pflegepersonal: Hier entstehen teils sogar in der Krise neue Jobs. Manche Unternehmen beschleunigen sogar ihre digitale Transformation. Das ist Ihr Startschuss zum Bewerben.
  4. Jobinterviews in deutschen Unternehmen verliefen bislang sehr schleppend. Lange Antwortzeiten und zumeist mehrere Präsenztermine sind erforderlich, bis es zur Vertragsunterzeichnung kommt. Aufgrund der Coronakrise stehen nun auch die Recruitingprozesse auf dem Prüfstand: Videointerviews ersetzen den Vor-Ort-Termin und erleichtern Ihnen das Kennenlernen. Und manche Personalentscheidung wird wegen ausbleibender Bewerbungen sogar zu Ihren Gunsten beschleunigt.
  5. Recruitingmaßnahmen und die Einarbeitung von Mitarbeitern sind kostspielig. Unternehmen, die diese Kosten nicht scheuen, sind an einer langfristigen Mitarbeiterbindung interessiert und haben meist finanziell vorgesorgt. Recherchieren Sie doch mal, wie sich die Krise auf das Unternehmen auswirkt. Auch Einblicke in die wirtschaftlichen Kennzahlen eines Unternehmens, zum Beispiel mit kostenlosen Online-Tools wie North Data, lohnen sich, um Ihr Vertrauen zu stärken.

Eine Krise, wie wir sie durch Corona erfahren, ist nicht schön zu reden. Ihrem Wunsch zum Jobwechsel muss sie aber nicht hinderlich sein. Wagen Sie doch mal einen Blick in die Stellenmärkte. Sie werden sehen, dass die Kandidatensuche ungehindert weitergeht.