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09. Februar 2012 Stellenangebote & Jobs für qualifizierte Fach- und Führungskräfte
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Teams führen

Teams führen

Dale Carnegie
 
Teams führen, 2. Auflage
6,60 €
ISBN 3-448-05130-6
Rudolf Haufe Verlag

Wann typische Konflikte auftreten
 
Wollen Sie als Teamleiter erfolgreich sein, müssen Sie aktiv mit Konflikten umgehen können. Dazu müssen Sie wissen, in welchen Phasen der Teamentwicklung welche Konflikte entstehen können und wie man mit ihnen umgeht.
 
In der Formierungsphase ist noch alles offen. In dieser Phase wird denn auch häufig mit subtilen Waffen um die eigene Stellung im Team, um Macht und Einfluss gekämpft. Ein allzu vorsichtiges wechselseitiges Abtasten unter den Teammitgliedern kann schnell in eine Teameiszeit münden oder in offene Feindseligkeit umschlagen, wenn Sie nicht eingreifen. Ein im Ton verbindlicher, in der Sache aber eindeutiger Hinweis darauf, dass Streithähne das Team verlassen müssen, schafft erst einmal eine Atempause, in der die eigene Position und das eigene Verhalten im Team noch einmal überdacht werden können.
 
In der Orientierungsphase wird es immer dann kritisch, wenn einigen ungeduldigen Teammitgliedern die Definition der Ziele und die Vereinbarung über das weitere Vorgehen zu lang erscheinen, und sie zu Taten drängen. Geben Sie hier nach und brechen Zielfindung und Ablaufplanung ab, rächt sich das später bitter. Hier müssen Sie hartnäckig und energisch bleiben.
 
Im Verlauf der Aktivierungsphase treten in Teams leicht Ermüdungs- und Sättigungserscheinungen auf: Sich mit sich selbst und der Entwicklung des Teams zu beschäftigen, nagt an der Motivation. Hier muss der Teamleiter ermutigen und ermuntern nach dem Motto "Abschlaffen gilt nicht".
 
Teamergebnisse richtig präsentieren
 
Eine noch so gute Teamarbeit mit noch so guten Ergebnissen kann scheitern, wenn sie nicht richtig verkauft wird. Teamergebnisse - zumal aus der Projektarbeit - müssen immer wieder präsentiert werden, z. B. vor der Geschäftsführung, um Rechenschaft über die geleistete Arbeit abzulegen, vor dem Betriebs- bzw. Personalrat bei einem mitbestimmungspflichtigen Projekt oder vor anderen Teams, um die Abstimmung untereinander zu verbessern.
 
Wenn die Qualität gewahrt wird, können auch mehrere Teammitglieder ihr gemeinsames Produkt präsentieren. Effektiver aber ist es meist, wenn sich der Teamleiter mit entsprechenden Voraussetzungen auf diese Aufgabe konzentriert. Dabei kommt es auf die folgenden Fähigkeiten an:
  • einen Vortrag überzeugend zu gestalten,
  • abstrakte oder komplexe Zusammenhänge mit geeigneten Mitteln (z. B. Overhead-Projektor, Flipchart) zu visualisieren
  • diplomatisch zu verhandeln; denn nicht selten sind mit der Präsentation von Teamergebnissen kritische Einwände und Fragen verbunden.
Das Team repräsentieren
 
Teamleiter wirken nicht nur nach innen, sondern auch nach außen, indem sie ihr Team und seine Arbeit repräsentieren.
Teams stehen innerhalb einer Organisation nicht allzu selten im Wettbewerb untereinander. Hier muss ein Teamleiter durchaus auch hartnäckig die Interessen und Forderungen seines Teams vertreten können, ohne dabei allerdings das Große und Ganze aus den Augen zu verlieren. Als Teamleiter sollten Sie deshalb in der Lage sein:
  • die eigene Teamarbeit zu erläutern und zu präsentieren,
  • sachlich und selbstbewusst die Interessen Ihres Teams zu vertreten,
  • die eigene Teamarbeit in übergeordneten Zusammenhängen zu verstehen und entsprechend zu handeln.
Für das Team verhandeln
 
Teams handeln letztlich immer im Auftrag und nicht isoliert in einem Vakuum. Es muss also auch immer wieder mit den Auftraggebern verhandelt werden. Nicht nur Ressourcen wie Zeit und Geld müssen für das Team angemessen ausgehandelt werden, oft geht es auch um seine Ziele und Aufgaben. Bei Projekten kommt noch dazu, dass die Hilfe Dritter eingefordert werden muss, angefangen mit der erforderlichen DV-Unterstützung bis hin zur Beratung in Rechtsangelegenheiten.
Gefragt sind also verhandlungstechnisch erfahrene "knallharte Softies", die
  • mit Einwänden und Kritik souverän umgehen und ergebnisorientiert verhandeln können,
  • diplomatisches Geschick besitzen, also freundlich im Verhalten, aber hart in der Sache bleiben,
  • kompromissfähig sind, ohne Terrain zu verschenken,
  • Konflikte mit dem Auftraggeber und anderen Bereichen produktiv bewältigen können.

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