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Sozialkompetenz/Führungskompetenz
Frank Jetter / Rainer Skrotzki
Sozialkompetenz/Führungskompetenz, 2 Bände im Pappschuber
49,90 €
ISBN 3-89623-256-8
Metropolitan Verlag
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Sozialkompetenz
Emotionale Intelligenz trainieren
Viele Seminare und Trainings mit den unterschiedlichsten Titeln
werden seit der großen Popularität des Themas angeboten. Doch
kann man emotionale Intelligenz überhaupt erlernen? Goleman
sagt dazu eindeutig: Ja, man kann es.
Aber - nicht in der üblichen Art und Weise des Unterrichts, in dem
einem Wissen vermittelt wird und wir es einüben sollen. Wir können
keine Rezepte bekommen nach dem Motto "Mache dies und
reagiere so, das ist dann emotional intelligent". So können wir die
Bedienung eines Computerprogramms oder die Interpretation von
betriebswirtschaftlichen Kennzahlen erlernen, aber nicht die emotionale
Intelligenz.
Für das Training der emotionalen Intelligenz ist es vielmehr notwendig,
alte Verhaltensmuster aufzubrechen und neue, konstruktive
Handlungspläne zu kreieren. Supervision, Coaching, Selbstreflexion,
Diskussion und praktische Übungen wie zum Beispiel
Rollenspiele sind hierfür die adäquaten Trainingsmethoden.
Erfolg versprechend: Beständiges Training
Insofern ist es auch völlig unerheblich, ob Sie ein Training buchen,
das den Namen "emotionale Intelligenz" trägt oder dies irgendwo
in seiner Seminarbeschreibung nennt.
Jedes gute Weiterbildungstraining zu jedem Thema kann und sollte
die emotionale Intelligenz trainieren. Sei es ein Seminar für Verkaufsgespräche,
für Telefonakquise oder für Führungstechniken,
im Vordergrund sollte immer die Selbstreflexion, das Stärken der
Selbstmotivation und der Selbstkontrolle, das zielorientierte Arbeiten
und das Üben von Empathie stehen.
Natürlich dauert so ein Training länger, als wenn Sie Ihren Mitarbeitern
die Bedienung des Internets erklären möchten. Verhaltensmuster,
die jahrelang erlernt sind, lassen sich nicht innerhalb eines
Trainingstages aufbrechen und umändern. Aber Sie können Impulse
bekommen, die Sie im Arbeitsalltag umsetzen können, sich
selbst beobachten lernen und ständig weiter an sich arbeiten.
Führungskompetenz
Ist Führung lernbar?
Kann Führen überhaupt gelehrt werden? Sicherlich lässt sich diese
Frage nicht mit einem einfachen "ja" oder "nein" beantworten. Es
dürfte ein Konsens dahingehend bestehen, dass Führungskräfte
erst durch konkrete Erfahrungen, durch die "tägliche Führungsarbeit"
und durch die selbstkritische Bewertung des eigenen Handelns
kooperatives Leistungsverhalten erlernen. Führen kann nicht
direkt durch herkömmliche Schulungen "gelehrt", aber doch in
gewissem Maße "gelernt" werden – etwa dadurch, dass man sich
am Verhalten erfahrener Führungskräfte orientiert, aus Fehlern
Konsequenzen zieht oder die Reaktionen der Mitarbeiter und Kollegen
auf eigenes Verhalten zum Anlass nimmt, sich selbst kritisch
zu hinterfragen.
Führungskräfterollen in Empowerment-Organisationen
- Berater oder Mentor
- Vermittler einer Vision
- Ziel-Controller
- Herausforderer
- Talentförderer
- Ressourcen-Beschaffer
Was nützen speziell klassische Führungsseminare? Der Erfolg von
solchen Weiterbildungsveranstaltungen ist umstritten. Meist sind
die guten Vorsätze schon nach kurzer Zeit wieder vergessen, die
neu erworbenen Erkenntnisse in der Hektik des Alltags verpufft,
und ein langfristiger Transfer findet nicht statt. Die Gründe für die
geringe Wirksamkeit von traditionellen Führungs-Trainings sind
vielfältig: Zum einen werden häufig Standardprogramme angeboten,
die wenig Bezug auf die individuelle, organisationsspezifische
Bedarfssituation der Teilnehmer nehmen. Zum anderen fehlt die
kontinuierliche Begleitung und Supervision – auf diese Problematik
wird am Ende noch eingegangen.

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