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Bewerbung & Berufseinstieg |
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Erfolgreich von der Uni in den Job
Hg. Harald Schomburg / Ulrich Teichler / Martin Doerry / Joachim Mohr
Erfolgreich von der Uni in den Job
11,50 €
ISBN 3-8029-4584-0
Walhalla Verlag
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Erfolgsgaranten: Tatkraft und Temperament
Die Kasseler Absolventenstudie liefert wertvolle Tipps für den Erfolg nach dem Studium: Was kann der Bewerber tun, um Pluspunkte bei den Personalchefs zu sammeln? Welche Fehler sollten bei der Job-Suche vermieden werden?
Eine wichtige Erkenntnis: Die Voraussetzung für einen guten Einstieg in den Beruf muss sich der Student schon während der Zeit an der Uni selbst erarbeiten. Zwar ist das Studienfach noch immer entscheidend - je nachdem, ob auf dem Arbeitsmarkt zum Beispiel wie jetzt Informatiker oder Ingenieure gesucht sind. Überdurchschnittliche Examensnoten und eine kurze Studienzeit versprechen allerdings nur in einigen Fächern eine Karriere mit hohem Einkommen und gehobener Position. Eine gute Papierform hilft vor allem bei Wirtschaftswissenschaften und Jura. In den meisten Fächern garantiert ein Studium nach dem Motto "gut und kurz" allein noch keine Führungsposition.
Zunehmend spielen bei der Einstellung Fähigkeiten eine Rolle, die an den Hochschulen kaum vermittelt werden: Erwartet werden gute Schlüsselqualifikationen; der junge Mitarbeiter sollte frei reden und sicher auftreten können sowie teamfähig sein.
Geschätzt werden Bewerber mit nützlichem Zusatzwissen - ein Jurist, der sich in der Informatik auskennt, oder ein Maschinenbauer, der über betriebswirtschaftliches Grundwissen verfügt. Fremdsprachenkenntnisse sind heute unverzichtbar, auch ein Auslandsaufenthalt macht sich gut in den Bewerbungsunterlagen. Und jeder Hochschulabsolvent muss mit dem Computer umgehen können; Textverarbeitung, Grafik-Programme und das Internet dürfen keine Schwierigkeiten machen. "Es reicht für einen Ingenieur heute nicht mehr, tolle Ideen auszutüfteln, er muss sie auch präsentieren und verkaufen können", argumentiert der niedersächsische Wissenschaftsminister Thomas Oppermann (SPD). Für Günter Hörcher, Abteilungsleiter bei Hirschmann Electronics in Neckartenzlingen bei Stuttgart, einem Hersteller von moderner Kommunikationstechnik, steht fest: "Technische und soziale Fähigkeiten stehen gleichberechtigt nebeneinander."
Auf die Mischung kommt es an
Während in den geisteswissenschaftlichen Fächern häufig die praktischen Erfahrungen der Absolventen unterentwickelt sind, mangelt es vielen Studenten technischer Fächer an sozialem und kommunikativem Können. Für Gerd Stürzebecher, der von New York aus den Top-Nachwuchs für Bertelsmann rekrutiert, ist klar, warum nicht nur die Examensnote zählt: "Am Ende setzten sich die Leute durch, die eine besondere Kombination von Qualifikationen aufweisen können."
Für Mario Litta gilt wie für viele Studenten: "Das Studium hat mich nicht gut auf den Beruf vorbereitet", so die nüchterne Erkenntnis des ehemaligen Betriebswirtschaftsstudenten der Uni Leipzig. Das Arbeitsleben in freier Wildbahn lernte Litta nur durch Praktika kennen, bei einem Wirtschaftsverband, einer Unternehmensberatung und einer Steuerkanzlei. "Erst da habe ich gesehen, was wirklich abläuft." Inzwischen hat er einen Job bei einem Dresdner Wirtschaftsprüfer.
Richtig einsteigen
"Ein bis zwei Jahre vor dem Examen sollte jeder anfangen, den Arbeitsmarkt zu beobachten", rät Beate Henschel-Schröder vom Hochschulteam des Arbeitsamtes Stuttgart. Noch immer sind ihrer Meinung nach die Stellenanzeigen vor allem in den überregionalen Tageszeitungen die wichtigste Informationsquelle. Doch andere Ressourcen gewinnen an Bedeutung: "Recruiting-Messen und Job-Börsen im Internet sind heute fast genauso hilfreich", rät die Berufsberaterin.
Der Vorteil von Absolventen-Messen: Die Job-Sucher können an einem Tag zu mehreren potenziellen Arbeitgebern Kontakt aufnehmen und die Angebote direkt miteinander vergleichen. Eine wachsende Zahl von Absolventen-Messen gibt es sowohl für bestimmte Sparten der Wirtschaft ("Career Days Informationstechnologie") als auch Branchen übergreifend ("JOBcon").

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