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Sicher und überzeugend präsentieren
Heinrich Fey / Gudrun Fey
Sicher und überzeugend präsentieren
9,95 €
ISBN 3-8029-4540-9
Walhalla Verlag
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Checkliste Vortragsstruktur.
- Beginnen Sie Ihren Vortrag in der Regel mit folgender Formulierung:
"Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Thema heute Abend lautet … (z. B.: Mikroorganismen als Indikatoren für den Zustand von Kläranlagen)"
Die Hörer haben ein Recht darauf, schon zu Anfang Ihres Vortrages zu erfahren, ob sie auf der falschen Veranstaltung sind. Bitte schieben Sie Ihrem Thema keine umständliche Hinführung voraus, die häufig verwirrt und über der Sie vielleicht sogar vergessen, Ihr Thema noch zu nennen.
- Dann geben Sie einen kurzen Abriss Ihres Vortrages, ein Exposé, ein Exordium, eine Absichtserklärung. Dabei beschreiben Sie in wenigen Worten die Zwischenziele, die Sie in Ihrem Vortrag ansteuern möchten:
"Zunächst werde ich an einem einfachen Beispiel zeigen, wie … Dann schildere ich Ihnen, welche Folgerungen wir … Anschließend werden wir gemeinsam erkennen, welche Bedeutung … und zu welchen … Und am Ende, hoffe ich, werden Sie mir alle zustimmen, wenn ich …"
Dieses Exordium hat das Ziel, Ihre Hörer in den Vortrag hineinzuführen und ihnen zu zeigen, dass er durchaus interessante Teile enthält, selbst wenn das Thema an sich nicht besonders aufregend erscheint.
Das Exordium will die Hörer für den Vortrag motivieren. So wäre es denn ein Grundfehler, im Exordium, der Einleitung, schon die Ergebnisse vorwegzunehmen. Hier lassen wir die Hörer "am Kuchen riechen, aber noch nicht hineinbeißen", "das Wasser soll ihnen im Munde zusammenlaufen, doch sie dürfen noch nicht gesättigt werden". Ein klares Exordium erleichtert den Hörern das Hören.
- Wenn der Referent diese Einleitung etwa als eine Abfolge von Fragen schon am Flip-chart hat oder zuvor als vervielfältigte Vorabgliederung an das Publikum verteilen ließ, braucht er sie nicht mehr vorzutragen. Es genügt dann, wenn er sagt:
"Meine sehr verehrten Damen und Herren, hier auf dem Flipchart finden Sie eine Abfolge von Fragen, die ich in meinem Vortrag beantworten möchte."
Oder:
"In der Tagungsmappe finden Sie als Blatt 3 eine Gliederung, die ich in meinem Vortrag verwirklichen möchte."
Eine solche Gliederung oder Fragenfolge am Flipchart ist ein scheinbar unsichtbarer und doch sehr hilfreicher Spickzettel. In der Diskussion nach Ihrem Vortrag schlagen Sie vor, sich bei den Fragen an die Reihenfolge der Punkte auf der Gliederung zu halten.
- Nach dem Exordium folgt die eigentliche Durchführung Ihres Vortrags, auf die wir an anderer Stelle noch näher eingehen werden (siehe Seite 71).
- Was im Vortrag häufig vergessen wird, jedoch zu den wichtigsten Teilen eines Referats, einer Präsentation gehört, ist die Zusammenfassung. Oft wird uns bei der Zusammenfassung erst klar, was der Referent eigentlich wollte, vielleicht weil wir während des Vortrags nicht alles verstanden oder weil wir an anderes gedacht hatten.
So werden wir in der Zusammenfassung unsere Hörer noch einmal kurz, klar und logisch zwingend durch unseren gesamten Vortrag führen:
"Zunächst wurde uns am einfachen Beispiel der … klar, weshalb … Dann folgerten wir daraus, wie …, dass … und dass … Schließlich erkannten wir, dass … So hoffe ich, werden Sie mir alle zustimmen, wenn ich fordere, dass endlich …"
Der Schlusssatz - Folgerung, Ausblick, Appell - schließt Ihren Vortrag ab.
- Enden Sie mit dem schlichten Wort "Danke", und der Beifall der Zuhörerschaft ist Ihnen sicher.
Ihr Vortrag sollte also wenigstens folgende Teile enthalten:
- Thema
- Exordium
- Durchführung
- Zusammenfassung
- Schlusssatz

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