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Allgemeines über Avionikingenieure...

Piloten haben kaum mehr eine Chance, Bedienungsfehler zu begehen. Denn Luftfahrzeuge sind fliegende Computer, die bei Ausfällen aller Art sofort korrigierend eingreifen. Avionikingenieure sorgen dafür, dass anfällige Mechanik ausrangiert werden kann und alles auch in großer Höhe auf Knopfdruck funktioniert.
Als Avionik (Fluggeräteelektronik, eine Verschmelzung der Begriffe Aviation und Elektronik) bezeichnet man die Gesamtheit der elektronischen Systeme an Bord. Die Funktionalität dieser elektronischen Bauteile ist im Grunde die gleiche wie in jedem Rechner, der nicht vom Erdboden abhebt, nur müssen die in einem Flugzeug verwendeten Systeme größeren Umweltbelastungen (Temperatur, Vibrationen, Schock etc.) standhalten. Die für diese Robustheit nötigen Entwicklungsprozesse und Herstellungsverfahren muss der Avionikingenieur beherrschen. Dank seiner Entwicklungsarbeit reichen zwei Leute im Cockpit aus: Früher musste der Bordingenieur die ganzen Hilfs- und Versorgungssysteme bedienen, die heute elektronisch gesteuert werden.
Zur Bordelektronik zählen alle Systeme zur Flugführung, Flugsteuerung, Navigation, Instrumentierung, Kommunikation und Datenübertragung, Radar sowie die elektronische Regelung und Überwachung der Triebwerke sowie der Kabinen- und Versorgungssysteme (zum Beispiel Beleuchtung, Klimaanlage, Inflight-Entertainment). An der Steuerung eines Flugzeugs zum Beispiel gibt es nichts mehr rein Mechanisches. "Die alten Seilzüge, die früher die Steuerflächen auslenkten, haben längst ausgedient", erklärt Paul Sonnenschein, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Diehl VA Systeme. "Bei der Fly-by-Wire-Steuerung ist das Steuerhorn oder Sidestick über elektrische Leitungen mit dem Bordcomputer verbunden, der dann über Signale und Datenbus die Stellantriebe ansteuert." So können nicht nur unbewusste Fehleingaben eines Piloten sofort korrigiert werden: Der laufend mit einer Vielzahl von Sensordaten gefütterte Rechner erkennt sogar Windböen und kann durch geeignete Ruderausschläge deren Belastung auf die Flügelstruktur mindern." Für solche sicherheitskritischen Funktionen sind bis zu vier Rechner parallel geschaltet (4-fach-redundant). Fällt einer aus, übernimmt der Nächste dessen Arbeit.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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