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21.12.2007

Bahn und GDL verhandeln wieder


LokführerÜberraschende Wende im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn: Das Unternehmen und die Lokführergewerkschaft GDL nehmen die am Mittwoch abgebrochenen Tarifverhandlungen unverzüglich wieder auf, wie das Unternehmen mitteilte. Ziel sei es, die von der GDL ab dem 7. Januar angekündigten Streiks zu verhindern. Die Einigung kam bei einem Spitzengespräch auf Einladung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zustande. GDL-Chef Manfred Schell stellte dort nach Angaben der Bahn in Aussicht, die Streiks abzusagen, falls sich ein absehbares Ende der Tarifverhandlungen abzeichne. Ein Bahn-Sprecher sagte, die Tarifpartner wollten "so bald als möglich" zusammenkommen. Der Konzern sehe "keine unüberwindbaren Hindernisse". In den Verhandlungen wollen Bahn und GDL den Angaben zufolge über Arbeitszeit und Entgelte verhandeln. Die Gespräche sollten möglichst bis zum 6. Januar abgeschlossen werden. Die GDL hatte am Donnerstag angekündigt, vom 7. Januar an einen unbefristeten Streik im S-Bahn-, Regional-, Fern- und Güterverkehr beginnen zu wollen. Schell hatte verkündet, nur ein wirklich gutes Angebot könne die Lokführergewerkschaft bewegen, die Streiks noch abzusagen. "Mehdorn hat offenbar ziemlich starken Druck erhalten", vermutete der GDL-Bezirksvorsitzende für Berlin-Sachsen-Brandenburg, Hans-Joachim Kernchen, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Vor der Einigung auf neue Verhandlungen hatten sich beide Seiten noch hart gezeigt. Das Unternehmen werde mit der Lokführergewerkschaft GDL während Streiks nicht verhandeln, stellte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale klar. Die GDL hatte am Vortag deutlich gemacht: Sie sagt ihren für Januar angekündigten Ausstand erst ab, wenn sich klar eine Lösung abzeichnet. Bis dahin wollen die Lokführer auch während Verhandlungen streiken.

© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH

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