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16.03.2010
Niederlande fordern Angebot zu Icesave-Entschädigungen
Im Streit um Milliardenentschädigungen wegen der Pleite der Icesave-Bank hat die niederländische Regierung ihre Forderung nach einem neuen Angebot Islands bekräftigt. Die Niederlande erwarteten von der isländischen Regierung "einen vollständigen Vorschlag, der die legitimen Interessen aller Parteien berücksichtigt", sagte ein Sprecher des niederländischen Finanzministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Diese Auffassung vertrete auch die britische Regierung, sagte der Sprecher. Beide EU-Länder wollten Island Zeit geben, um über eine Lösung nachzudenken. Außerdem würden die Niederlande und Großbritannien sich in den Gesprächen über einen neuen isländischen Vorschlag "vernünftig und konstruktiv" verhalten. Die Isländer hatten vor gut einer Woche in einer Volksabstimmung Milliardenentschädigungen an Großbritannien und die Niederlande wegen der Pleite der Icesave-Bank mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. Ein vom Parlament mit knapper Mehrheit verabschiedetes Gesetz hatte eine schrittweise Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Regierungen in London und Den Haag bis 2024 vorgesehen. Sie hatten mehr als 300.000 ihrer Bürger mit dieser Summe für den Verlust ihrer Spareinlagen durch die Icesave-Pleite im Oktober 2008 entschädigt. Nach dem Referendum hatten die Regierungen in Den Haag und London ihre Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen in dem Entschädigungsstreit bekundet. Bereits vor der Abstimmung hatten sie der isländischen Regierung günstigere Konditionen für die Entschädigungszahlungen in Aussicht gestellt.

© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
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