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16.03.2010
EU-Kommissar Oettinger verteidigt Deutschlands Exportpolitik
EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat den Vorwurf der französischen Regierung zurückgewiesen, Deutschlands starke Exportwirtschaft schade den anderen EU-Staaten. "Diese These ist falsch. Europa steht im harten Wettbewerb mit Japan, den USA und anderen großen Volkswirtschaften", sagte Oettinger der "Süddeutschen Zeitung". "Wir sind darauf angewiesen, dass Produkte auch wettbewerbsfähig sind. Das führt bei Industrienationen wie beispielsweise Deutschland zu Außenhandelsüberschüssen." Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte am Montag in der "Financial Times" kritisiert, der derzeitige deutsche Handelsüberschuss könne für die Nachbarstaaten in der Euro-Zone nicht tragbar sein. "Wir brauchen ganz deutlich eine stärkere Annäherung." Die Bundesrepublik gehört zu den Staaten mit dem weltweit größten Handelsüberschuss; das heißt, die deutsche Wirtschaft exportiert deutlich mehr Waren als sie importiert. Deutschland führte 2009 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro aus und Waren im Wert von 667,1 Milliarden Euro ein. Der Überschuss in der deutschen Außenhandelsbilanz belief sich damit im vergangenen Jahr auf 136,1 Milliarden Euro. Frankreich hingegen hat ein Defizit im Außenhandel: 2009 waren die importierten Waren rund 43 Milliarden Euro mehr Wert als die exportierten Waren.

© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
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