18.01.2005, Paderborn

Sorgen vor dem Morgen

Paderborn, 18. Januar 2005

36 Prozent der Deutschen haben Angst vor der Zukunft. Hochgerechnet sind dies 23,3 Millionen Bundesbürger, die sich Sorgen über das Morgen machen. Damit wird ein Angstpotenzial in derselben Größenordnung erreicht wie unmittelbar vor dem Irak-Krieg im Frühjahr 2003. Das ergab eine Repräsentativ-Umfrage unter 1.000 Deutschen im Auftrag des Karriere-Portals Jobware (www.jobware.de), durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut EMNID.
 
Einen derart hohen Wert bewirkten nicht einmal der 11. September 2001 und der nachfolgende Afghanistan-Einmarsch: Damals gaben 33 Prozent der Bundesbürger an, Zukunftsangst zu haben. Anhaltende gesamtwirtschaftliche Widrigkeiten im eigenen Land wirken auf das Individuum offensichtlich noch intensiver als Terrorismus und Krieg in fernen Ländern.
 
Mit 40 Prozent wiegen für Berufstätige die allgemeinen Zukunftssorgen noch schwerer als für Nicht-Berufstätige (32 Prozent). Oftmals hält die Sorge um sichere Arbeitsplätze an, denn darüber hinaus befürchten zurzeit 31 Prozent der Berufstätigen (dies entspricht 8,1 Millionen Personen), dass ihr Arbeitsplatz gefährdet sein könnte.
 
Ein weiteres Ergebnis passt in dieses Mosaik individueller Verunsicherung: 22 Prozent der Bundesbürger (dies entspricht 14,2 Millionen Personen) wünschen sich für die Zukunft nichts sehnlicher als einen sicheren Arbeitsplatz.