26.10.2005, Paderborn

100.000 Euro-Job gefällig?

Paderborn, 26. Oktober 2005

Der Arbeitsmarkt ist gespalten. Während viele Arbeitslose händeringend nach einer geeigneten Stelle suchen, können sich Top-Manager freuen. Wer einen Spitzenjob sucht und die notwendigen Qualifikationen mitbringt, findet jede Menge hochkarätiger Offerten, jetzt auch im Internet. So umfasst etwa das Angebot einer erst vor wenigen Tagen neu eröffneten 100.000 Euro-Rubrik des Paderborner Karriere-Portals Jobware (www.jobware.de) schon jetzt mehr als 100 vakante Top-Positionen, allesamt mit einem Jahresgehalt oberhalb von 100.000 Euro.
 
Ob Geschäftsführer oder Marketing-Profi, ob Vertriebsleiter oder Chefarzt: die Liste der bei Jobware veröffentlichten 100.000 Euro-Jobs ist imposant und nach Angaben des Paderborner Karriere-Portals wird sie jeden Tag länger. Schon kurz nach dem Start einer speziell für Top-Manager eingerichteten 100.000 Euro-Rubrik, so die Verantwortlichen bei Jobware, sei man von Inserentenseite mit Angeboten geradezu überschüttet worden und noch sei ein Ende der Lawine nicht abzusehen. Dr. Ulrich Rust, Vertriebsleiter von Jobware, zu den 100.000 Euro-Jobs: "Wir sind selbst überrascht, wie viele Top-Positionen uns innerhalb von nur wenigen Tagen zugegangen sind. Ganz offensichtlich gibt es derzeit jede Menge hochdotierte Vakanzen und das Bedürfnis der Inserenten, auch solche Positionen im Internet zu veröffentlichen, ist viel größer als wir vorher gedacht hatten."
 
Gute Zeiten also für Top-Manager, die sich verändern und mehr Geld verdienen wollen. Musste man in dieser Gehaltsklasse bisher geduldig auf den heiß ersehnten Anruf eines Headhunters warten, so kann man jetzt selbst online die Initiative ergreifen. Der Clou: Anders als bisher in Deutschland üblich sind die bei Jobware veröffentlichten Top-Positionen zum ersten Mal als 100.000 Euro-Jobs gekennzeichnet, ein Novum, das man, so Jobware-Chef Dr. Randolph Vollmer, "im gesamten deutschsprachigen Internet nicht noch einmal findet."
 
Dass man mit der neuen Rubrik nicht nur Zustimmung, sondern auch Kritik erfahren habe, räumt Vollmer ein: "Eine spezielle Rubrik für Top-Verdiener, das ruft hierzulande fast schon instinktiv Widerspruch hervor. Dabei wird übersehen, dass wir neben den gut hundert 100.000 Euro-Positionen weitere 6.500 Angebote in den darunter liegenden Gehaltsgruppen auf der Plattform haben. Allerdings kann es nicht Aufgabe von Jobware sein, sich um jeden zu kümmern, der Arbeit sucht. Das ist Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit, deren virtueller Arbeitsmarkt sich auf diejenigen konzentrieren sollte, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind."