Thu Mar 04 00:00:00 CET 2004, Paderborn

Wer ist hier der Boss?

Paderborn, 04. März 2004

Führungsqualität ist unabhängig vom Geschlecht. Zu diesem Ergebnis kam die aktuelle Umfrage von Jobware (www.jobware.de) anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. 73 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei Frauen und Männern gleichermaßen Potenzial für den Chefsessel sehen. Die Realität sieht allerdings nach wie vor anders aus: Über 82 Prozent der Teilnehmer haben momentan einen Mann als Boss.
 
Frauen sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Doch auf der Chefetage tummeln sich nach wie vor ihre männlichen Kollegen. Aussichtsreichere Karriereperspektiven bietet Frauen offensichtlich das Berufsfeld Medizin und Pharma: Hier konnten immerhin über 42 Prozent der Befragten angeben, dass bei ihnen zur Zeit eine Frau das Sagen hat. Der Bereich Öffentlicher und Sozialer Dienst liegt auf dem zweiten Platz (39 Prozent), gefolgt vom Handel, wo 32 Prozent der Befragten eine Chefin haben.
 
Industrie und IT nach wie vor Männerdomäne
Im Gegensatz zum Berufsfeld Medizin, müssen Frauen in der Industrie und in der IT- und Telekommunikationsbranche nach wie vor bittere Pillen schlucken. Zwar traut man ihnen theoretisch Führungsqualitäten zu. In der Praxis ist davon jedoch nicht viel zu sehen. 82 Prozent der Befragten aus der Industrie und 79 Prozent aus dem Bereich Telekommunikation und IT haben einen männlichen Vorgesetzten.
 
Banker zeigen sich konservativ
Arbeitnehmer aus dem Finanz- und Versicherungswesen zeigen sich in der Umfrage weiblichen Vorgesetzen gegenüber am misstrauischsten. Knapp 20 Prozent finden, dass Männer eindeutig die besseren Chefs sind. In der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit hingegen werden die Führungsqualitäten der Frauen geschätzt: Gut 17 Prozent der Werber und "Öffentlichkeitsarbeiter" folgen der Devise "Frauen an die Macht".