Mon Jul 12 00:00:00 CEST 2004, Paderborn

Die ersten 100 Tage im neuen Job

Paderborn, 12. Juli 2004

Egal, ob als Berufseinsteiger oder Jobwechsler: Eine neue berufliche Aufgabe ist meistens mit gemischten Gefühlen verbunden. Auf der einen Seite steht die Freude über den Vertragsabschluss, auf der anderen Seite die Unsicherheit, ob die zukünftigen Herausforderungen auch bewältigt werden können.
 
"Die erste Zeit im neuen Unternehmen wird nicht umsonst Probezeit genannt", sagt Christian Flesch, Leiter Marketing und Pressesprecher bei Jobware. "Hier prüfen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Berufsalltag, ob sie wirklich zueinander passen. Damit diese Phase möglichst erfolgreich verläuft, sollte man sich als neuer Mitarbeiter von Anfang an positiv positionieren." Die folgenden Tipps helfen dabei:

    * Einarbeiten und lernen: Arbeiten Sie sich intensiv und gründlich in neue Arbeitsinhalte ein. Nutzen Sie Informationsangebote wie Einführungsveranstaltungen, Besprechungen, das Intranet, die Mitarbeiterzeitung oder persönliche Gespräche mit dem Chef und den Kollegen. Wer über den Tellerrand blickt und sich auch für die Aufgaben anderer Mitarbeiter interessiert, begreift Zusammenhänge besser.
       
    * Fragen stellen und Unterstützung suchen: Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen. Das hilft Ihnen dabei, selbstständig zu arbeiten und Fehler zu vermeiden. Suchen Sie Kontakt zu Personen im Unternehmen, von deren Erfahrung Sie profitieren können und die Ihnen gerne als Förderer zur Seite stehen.
       
    * Gepflogenheiten und Regeln kennen: Nutzen Sie Ihre Beobachtungsgabe. Achten Sie darauf, wie der Dresscode aussieht und welche Gepflogenheiten im neuen Unternehmen herrschen (z.B. Duzen oder Siezen, Kaffeekochen). Falls Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an einen Kollegen Ihres Vertrauens und lassen Sie sich aufklären. Gleiches gilt für wichtige Dinge wie Arbeitszeiten, Mittagspause etc.
       
    * Hilfsbereit und freundlich sein: Bieten Sie Ihren Kollegen Hilfe an. Achten Sie jedoch darauf, dabei nicht besserwisserisch oder aufdringlich zu wirken. Die gemeinsame Mittagspause mit den Kollegen hilft, sich besser kennenzulernen und Teil des Teams zu werden. Auch ein kleiner Einstand trägt meist zur Wohlgesonnenheit der Kollegen bei und fördert Ihre Integration.
       
    * Aktiv um Feedback bitten: Mit Ihrem Vorgesetzen im Gespräch zu bleiben, sollte ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Ein erstes Feedbackgespräch ist nach vier bis sechs Wochen sinnvoll. Bitten Sie Ihren Chef darum, Ihnen mitzuteilen, ob er zufrieden ist und wo er noch Verbesserungspotenzial sieht. So bekunden Sie Interesse an Ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Mögliche Kritik sollte Sie nicht bremsen sondern anspornen. Fehler lassen sich gerade in der Einstiegszeit häufig nicht vermeiden: Wichtig ist jedoch, dass Sie aus Ihnen lernen.