Tue May 21 00:00:00 CEST 2002, Paderborn

Flirt am Arbeitsplatz nicht gern gesehen

Paderborn, 21. Mai 2002

Die Mehrheit der Beschäftigten möchte Job und Romantik lieber trennen. 51 Prozent lehnen eine Affäre unter Kollegen ab, da sie das Arbeitsklima beeinträchtige. Dies ergab eine vom Karriereportal Jobware (www.jobware.de) in Auftrag gegebene Umfrage.
 
Weitere 13 Prozent finden ein Verhältnis am Arbeitsplatz nur dann akzeptabel, wenn beide Partner der gleichen Hierarchiestufe angehören. Immerhin: Ein gutes Drittel (35 Prozent) der Befragten hat nichts gegen eine Liaison im Unternehmen einzuwenden.
 
Männer stehen einer Romanze offener gegenüber als Frauen: 38 Prozent der Männer, aber nur 32 Prozent der Frauen haben an einer Job-Affäre nichts auszusetzen. Gleichzeitig zeigt sich das weibliche Geschlecht misstrauischer: Insgesamt 54 Prozent der Frauen sind überzeugt, dass aus solchen Beziehungen häufig berufliche Vorteile gezogen werden. Männer vertrauen eher auf rein leidenschaftliche Motive: Lediglich 41 Prozent nehmen an, dass die Beteiligten von einer Affäre beruflich profitieren.
 
Macht verführt: Führungskräfte empfinden eine Affäre in der Firma nicht so störend wie ihre Mitarbeiter. Nicht ganz die Hälfte (47 Prozent) der Chefs lehnt ein Verhältnis am Arbeitsplatz ab, unter den übrigen Angestellten sind es 53 Prozent. Nur neun Prozent der Führungskräfte sind auch der Ansicht, beide Partner sollten der gleichen Hierarchiestufe angehören. Von den Nicht-Führungskräften sind 14 Prozent dieser Meinung.
 
In deutschen Amtsstuben geht es liberal zu: Von allen Berufsgruppen haben laut Umfrage die Beamten am wenigsten gegen eine Affäre unter Kollegen einzuwenden. 43 Prozent geben an, "nichts dagegen" zu haben, gefolgt von Selbstständigen (40 Prozent) und Angestellten (36 Prozent). Am geringsten fällt die Zustimmung mit 32 Prozent unter Arbeitern aus.
 
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Jobware Online-Service GmbH mehr als 1.000 Personen.