26.09.2001, Paderborn

Privatsurfen auf Firmenkosten

Paderborn, 26. September 2001

93 Prozent der deutschen Beschäftigten surfen privat am Arbeitsplatz, 48 Prozent davon bis zu 50 Minuten wöchentlich. 36,9 Prozent surfen sogar noch länger während ihrer Arbeitszeit. Nur sieben Prozent geben an, den Internet-Anschluss im Büro nicht für private Zwecke zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Jobware Online-Service GmbH.
 
Weiteres Umfrageergebnis: Offenbar wird das Internet häufiger zum Surfen als zum Mail-Austausch genutzt. Nur 33,6 Prozent senden und empfangen wöchentlich zwischen 5 und 50 private E-mails am Arbeitsplatz. Bei 9,1 Prozent übersteigt der private Mailverkehr diese Anzahl sogar noch. 29,5 Prozent geben an, selten private Nachrichten zu versenden. Rund 28 Prozent verzichten ganz darauf.
 
35,2 Prozent der Befragten gehen von einer Duldung der privaten Internet-Nutzung im Büro aus. Bei immerhin 29,5 Prozent gibt die Firma ihren Beschäftigten für´s Surfen offiziell grünes Licht. Verbot aber keine Kontrolle - so lautet die Einschätzung bei 18 Prozent. 17,2 Prozent der Befragten berichten von einer tatsächlichen Kontrolle.
 
Ein Grund zur fristlosen Kündigung ist privates Surfen allerdings nicht. Dies stellte Anfang September das Arbeitsgericht Wesel in einem Urteil fest. Vorher müsse der Arbeitgeber ein ausdrückliches Verbot aussprechen und einen Verstoß mit einer Abmahnung rügen.