Thu Dec 06 00:00:00 CET 2001, Paderborn

PISA: Deutsches Abschneiden überrascht nicht

Paderborn, 06. Dezember 2001

Die Mehrheit der Bevölkerung ist vom schlechten Abschneiden der deutschen Schüler nicht überrascht. Zwei Drittel der deutschen Beschäftigten sind der Auffassung, dass sich die Schulausbildung in den letzten zehn Jahren qualitativ verschlechtert hat. Dies ergab eine vom Karriereportal Jobware (www.jobware.de) in Auftrag gegebene Umfrage unter mehr als 1.000 Personen.
 
Die Gruppe der 18- bis 29jährigen ist noch kritischer. 71 Prozent von ihnen sind der Ansicht, dass das Bildungsniveau abgenommen hat. Diese Einschätzung wiegt besonders schwer: war doch der Großteil dieser Gruppe in den letzten zehn Jahren selbst noch Schüler. Unter den 40- bis 50jährigen kritisieren 66 Prozent die Schulausbildung. Als Eltern schulpflichtiger Kinder erleben sie den Niedergang im Bildungssystem unmittelbar.
 
Im Ost-West-Vergleich ergibt sich folgendes Bild: In Ostdeutschland kritisieren 71 Prozent die aus ihrer Sicht zunehmende Verschlechterung der Schulbildung. Der Grund hierfür scheint die Unzufriedenheit mit der veränderten Schulpolitik nach der Wiedervereinigung zu sein. In den alten Bundesländern erfolgt die Kritik am Bildungssystem mit 64 Prozent zurückhaltender.
 
Die Umfrage wurde im Auftrag der Jobware Online-Service GmbH vom Meinungsforschungsinstitut EMNID durchgeführt.