10.10.2000, Paderborn

Online-Shopping überraschend unbeliebt bei Berufstätigen

Paderborn, 10. Oktober 2000

Deutsche Berufstätige nutzen das Internet weitaus häufiger für das Karriere-Management als für den virtuellen Einkaufsbummel: 72 Prozent von ihnen bezeichnen das Internet als sehr wichtiges oder wichtiges Instrument bei der Jobsuche. Im Gegensatz dazu wird Online-Shopping von nur 27 Prozent als sehr wichtig oder wichtig erachtet. Dies ergab eine Umfrage unter 1.041 Berufstätigen zwischen 18 und 50 Jahren, die von EMNID exklusiv für die Jobware Online-Service GmbH durchgeführt wurde.
 
Die Befragten nahmen Stellung zu der Frage, worin für sie der persönliche Nutzen des Internets bezüglich der fünf Bereiche Jobsuche, Berufs- und Karriereplanung, allgemeine Informationsbeschaffung, Entertainment und Shopping besteht. Demzufolge führt die Informationsbeschaffung gefolgt von der Jobsuche und der Berufs- und Karriereplanung die Beliebtheitsskala an. Einen deutlich geringeren Stellenwert nimmt das Internet in Bezug auf die Entertainment-Möglichkeiten ein: Nur 9 Prozent der Beschäftigten halten es diesbezüglich für sehr wichtig, 28 Prozent für wichtig.
 
Online-Shopping bildet im Rahmen der abgefragten Themenbereiche sogar das Schlusslicht der Beliebtheitsskala. 43 Prozent der Befragten bezeichnen den Einkauf im Web als eher unwichtig, 27 Prozent sogar als völlig unwichtig. Dieses Ergebnis überrascht umso mehr, als dass jüngste Studien gerade dem E-Business einen Boom prognostizieren. So bezifferte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aufgrund einer im August 2000 erstellten Umfrage die Anzahl der E-Consumer auf rund neun Millionen. Ihre Kaufkraft beläuft sich laut GfK auf insgesamt 1,1 Milliarden Mark.
 
EMNID führt im Auftrag der Jobware Online-Service GmbH repräsentative Umfragen unter Berufstätigen zu den Themen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, Beurteilung der eigenen Situation und Konsequenzen für die Berufs- und Karriereplanung durch, die in regelmäßigen Abständen unter www.jobware.de veröffentlicht werden.