Thu Dec 14 00:00:00 CET 2000, Paderborn

Längere Anfahrtswege zum neuen Job kein Hindernis für Berufstätige

Paderborn, 14. Dezember 2000

Eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten würde im Falle eines Jobwechsels längere Anfahrtswege in Kauf nehmen. Zwei Drittel der Berufstätigen würden Strecken von bis zu 50 Kilometern zu ihrem neuen Arbeitsplatz zurücklegen. 23 Prozent halten 50 bis 100 Kilometer für zumutbar, und 7 Prozent würden sogar Fahrtwege von mehr als 100 Kilometern akzeptieren. Dies ergab eine Umfrage unter 1.041 Berufstätigen zwischen 18 und 50 Jahren, die von EMNID exklusiv für die Jobware Online-Service GmbH durchgeführt wurde.
 
Männer sind demnach mobiler als Frauen. 37 Prozent der männlichen Befragten wären bereit, mehr als 50 Kilometer zur Arbeit zu fahren, aber nur 21 Prozent der befragten Frauen. Die Mobilität der Berufstätigen ist darüber hinaus vom Alter abhängig. Während in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 42 Prozent mehr als 50 Kilometer zu ihrem neuen Job zurücklegen würden, halten nur 28 Prozent der 30- bis 39-Jährigen eine solche Entfernung für akzeptabel. Bei den 40- bis 50-Jährigen Berufstätigen sind es lediglich 24 Prozent. Als besonders flexibel erwiesen sich Singles: 37 Prozent von ihnen würden täglich mehr als 50 Kilometer zu ihrem neuen Arbeitgeber "pendeln".
 
Darüber hinaus kommt für viele Beschäftigte auch ein Umzug aus Jobgründen in Frage: 49 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, 37 Prozent der 30- bis 39-Jährigen und 33 Prozent der 40- bis 50-Jährigen sprechen sich hierfür aus. Die Umzugsbereitschaft der Befragten variiert je nach Haushaltsgröße. Die Hälfte der Berufstätigen, die in einem Einpersonenhaushalt leben, würde für eine neue Stelle an einen anderen Ort ziehen. Diese Bereitschaft zeigen 45 Prozent der Zweipersonenhaushalte. Bei den Dreipersonenhaushalten sind es dagegen 33 Prozent und bei größeren Haushalten lediglich 29 Prozent.
 
EMNID führt im Auftrag der Jobware Online-Service GmbH repräsentative Umfragen unter Berufstätigen zu arbeitsmarktrelevanten Themen wie Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, Beurteilung der eigenen Situation und Konsequenzen für die Berufs- und Karriereplanung durch, die in regelmäßigen Abständen unter www.jobware.de veröffentlicht werden.
 
Weitere Informationen und Grafiken zu der oben beschriebenen Studie "Mobilität: Anfahrtsweg und Umzug" finden Sie hier.