09.11.2000, Paderborn

Frauen setzen auf Weiterbildung für den Karrierekick

Paderborn, 09. November 2000

Mit 46 Prozent versucht fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland ihre Karriere durch zielgerichtete Weiterbildung voranzutreiben - allen voran die Frauen. 51 Prozent von ihnen aber nur 42 Prozent der männlichen Beschäftigten bezeichnen aktive Weiterbildung als den besten Weg. Dies ergab eine Umfrage-Reihe der Jobware Online-Service GmbH (www.jobware.de) unter 1.041 Beschäftigten, die von EMNID durchgeführt wird.
 
Neben der Aus- und Weiterbildung sprechen sich im Rahmen der Karriereplanung insgesamt 16 Prozent der Befragten für den Ausbau persönlicher Kontakte in Form von Netzwerken aus. Weitere 14 Prozent versuchen einzelne Etappen ihres Berufslebens zu planen. Dabei ist Networking mit 19 Prozent bei Männern beliebter als bei Frauen, von denen nur 13 Prozent auf Kontaktpflege setzen. Auch die Etappenplanung wird eher von den männlichen Beschäftigten bevorzugt. Insgesamt geben 22 Prozent der Befragten an, ihren Werdegang dem Zufall zu überlassen.
 
Vor allem die Befragten, die der Ansicht sind, gezielte Weiterbildung sei der Weg zum Erfolg, stehen dem deutschen Bildungssystem gleichzeitig kritisch gegenüber: Nur knapp ein Drittel von ihnen bezeichnet es als eher oder völlig ausreichend, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Insgesamt betrachtet fällt das Urteil aller Befragten noch kritischer aus: Lediglich sieben Prozent der Beschäftigten sind der Meinung, dass die Aus- und Weiterbildung voll und ganz ausreicht, wohingegen 59 Prozent mit dem deutschen System unzufrieden sind.

EMNID führt im Auftrag des Karriere-Portals Jobware repräsentative Umfragen unter Berufstätigen zu arbeitsmarktrelevanten Themen wie Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, Beurteilung der eigenen Situation und Konsequenzen für die Berufs- und Karriereplanung durch, die in regelmäßigen Abständen unter www.jobware.de veröffentlicht werden. Ausführliche Informationen und Grafiken zu den oben beschriebenen Studien "Charakter der persönlichen Karriereplanung" sowie "Aus- und Weiterbildung" finden Sie hier.