Mon Dec 04 00:00:00 CET 2000, Paderborn

Aus- und Weiterbildung statt Greencard

Paderborn, 04. Dezember 2000

Eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland spricht sich gegen die seit August 2000 geltende Greencard-Regelung als Sofortmaßnahme aus: 83 Prozent sind der Ansicht, dass es für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wichtiger sei, Informations- und Kommunikationsspezialisten im eigenen Land auszubilden, als kurzfristig Fachkräfte aus dem Ausland zu holen. Dies ergab eine Umfrage unter 1.041 Berufstätigen zwischen 18 und 50 Jahren, die von EMNID exklusiv für die Jobware Online-Service GmbH (www.jobware.de) durchgeführt wurde.
 
Das Ergebnis spiegelt die immer noch kontrovers geführte Diskussion um die Einführung der befristeten Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für ausländische IT-Spezialisten wider. Laut Umfrage sind nur 15 Prozent der Auffassung, dass Greencards erforderlich sind, damit die deutsche EDV-Branche im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss verliert.
 
Je nach Bildungsgrad zeigen sich unter den Greencard-Befürwortern deutliche Unterschiede: 22 Prozent der Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss sind von der Notwendigkeit der kurzfristigen Greencard-Inititiative überzeugt. Damit liegen sie über den Werten der Beschäftigten mit Mittlerer Reife oder Volksschulabschluss, von denen sich je 12 und 14 Prozent für diese Lösung aussprechen.
 
EMNID führt im Auftrag der Jobware Online-Service GmbH repräsentative Umfragen unter Berufstätigen zu arbeitsmarktrelevanten Themen wie Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, Beurteilung der eigenen Situation und Konsequenzen für die Berufs- und Karriereplanung durch, die in regelmäßigen Abständen unter www.jobware.de veröffentlicht werden. Weitere Informationen und Grafiken zu der oben beschriebenen Studie "Einstellung zur Greencard" finden sich hier.