Welche Fähigkeiten Führungskräfte erfolgreich machen

Sie stehen kurz davor, einen Job als Führungskraft zu übernehmen? Sie bereiten sich auf den nächsten Karriereschritt vor? Wir zeigen Ihnen hier eine Auswahl von Kompetenzen, auf denen der Erfolg als Führungskraft ruht.

1. Soziale Kompetenzen von Führungskräften
Soziale Kompetenzen entscheiden vielfach über den Erfolg und Misserfolg. Manchmal entscheidet sich in wenigen Minuten, ob der neue Chef den Mitarbeitern sympathisch ist oder auch nicht. Hierauf aufbauend wird dann zu spüren sein, ob er zu motivieren versteht. Niemand wird sich freuen, wenn kurz nach dem Eintritt die Qualität der Leistungen sinkt. Führungskräfte mit ausgeprägten sozialen Fähigkeiten werden ihr Team richtig zu nehmen wissen und ganz langsam gemeinsam mit dem Team Fahrt in Richtung Höchstleistungen aufnehmen.

  • Motivation: Je motivierter Ihr Team ist, desto effizienter und erfolgreicher arbeiten Ihre Mitarbeiter. Wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren, zeigen wir Ihnen hier.
  • Konfliktmanagement: Wo Menschen zusammenkommen, gibt es Konflikte. Als Führungskraft sind Sie dafür verantwortlich, diese Konflikte zu erkennen und zu lösen. In Mitarbeitergesprächen können Sie konstruktive Lösungen erreichen.
  • Anerkennung und Kritik: Anerkennung motiviert nicht nur den gelobten, sondern auch seine Kollegen zu höheren Leistungen. Sollte ein Mitarbeiter oder ein Vorfall Anlass zur Kritik geben, so ist es wichtig, aufbauend auf den wirklichen Fakten kurzfristig das 4-Augen-Gespräch zu suchen und im Dialog mit dem jeweiligen Mitarbeiter den ggf. aufgetretenen Fehler dauerhaft abzustellen oder Lösungen zu erarbeiten.
  • Selbstkritik: Zeigen Sie, dass Sie in der Lage sind, eigene Fehler oder Fehleinschätzungen festzustellen. Die Fähigkeit, Fehler einzugestehen macht Führungskräfte menschlich und damit sympathisch. Wer Fehler woanders sucht, verliert das Vertrauen seiner Mitarbeiter.

2. Methodische Kenntnisse von Führungskräften
Ihre methodischen Kenntnisse und Kompetenzen zeichnen Sie als als Führungskraft aus. Als Dirigent legen Sie die Arbeitsabläufe fest und ordnen den Mitarbeitern ihre jeweiligen Rollen und damit Aufgaben zu.

  • Organisation: Sie geben der Organisation eine Gestalt. Ob Zeitmanagement oder Zielvorgaben, dies wird von Ihnen festgelegt. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung ein und stellen Sie so sicher, dass Sie die richtigen Entscheidungen treffen.
  • Delegieren: Wer nicht delegieren kann, braucht keine Mitarbeiter. Wer seinen Mitarbeitern nicht vertraut, braucht auch keine. Führungskräfte sollten sich ausschließlich auf die Aufgaben konzentrieren, die keinesfalls delegiert werden können. Ansonsten sollte die Führungskraft den Tisch und Kopf frei haben, um ihre Mitarbeiter zu motivieren und zu unterstützen. Wer 7 Mitarbeiter hat, deren Leistung um 20% zu steigern versteht und gemeinsam mit diesen das Haus verlässt, leistet regelmäßig deutlich mehr als die Führungskraft, die 16 Stunden pro Tag arbeitet.
  • Veränderungen einführen: Neue Führungskräfte wollen oft sofort alles verändern, ohne die Zusammenhänge und besonders auch die Geschichte vollständig zu verstehen. Veränderungen gelingen nur, wenn diese von Mitarbeitern mitgetragen werden. Sichern Sie sich die Unterstützung des Teams für geplante Änderungen. Konzentrieren Sie sich auf wenige Projekte und starten Sie erst dann neue Veränderungen, wenn andere erfolgreich abgeschlossen wurden. Schon manch einer ist über zu viele offene Baustellen gestolpert.
  • Arbeitsatmosphäre: Gute Ergebnisse setzen entsprechend ausgestattete Arbeitsplätze voraus. Achten Sie darauf, dass alle notwendigen Materialien und Systeme in der notwendigen Qualität zur Verfügung stehen.
  • Spiegeln: Das Kopieren des Gegenübers erzeugt Sympathie. Spiegeln Sie Ihre Vorgesetzten, um diesen zu vermitteln, dass Sie dazugehören.

3. Persönlichen Kompetenzen von Führungskräften
Erstklassige Führungskräfte sind authentisch. Führungskräfte, die getroffene Entscheidungen täglich wieder über den Haufen werfen, zeigen keinen klaren Kurs und bringen Ihre Mitarbeiter nicht hinter sich. Manch einer wird abwarten, ob das gesetzte Ziel oder die angeordnete Aufgabe nicht morgen schon wieder anders aussehen wird. Unter den Mitarbeitern macht sich Unmut und Unsicherheit breit. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung ein. Sollten Sie Entscheidungen tatsächlich einmal ausnahmsweise revidieren müssen, dann legen Sie Ihre Gründe hierfür ausführlich dar und stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter Ihre Beweggründe nachvollziehen können. Wie Sie erfolgreich führen, zeigen wir Ihnen hier.

4. Fachliche Erstklassigkeit
Ihre fachlichen Kompetenzen haben Sie über Ihre gesamte Berufserfahrung gewonnen. Sie können möglichst vorbildlich fachbezogene Probleme begreifen und Lösungen zuführen. Wer als Quereinsteiger über weniger relevantes Fachwissen verfügt, der sollte dies klar zu erkennen geben und sich bei fachlichen Fragen immer umfassend durch entsprechende Experten aus seinem Team beraten lassen. Zeigen Sie Ihr Interesse und Ihre Begeisterung und Ihre Zugehörigkeit – durch das blitzschnelle Aufgreifen der Fachsprache und das selbstständige Erarbeiten der notwendigen Grundlagen, um die Gesamtzusammenhänge selbstständig verstehen zu können.

Checkliste: Erfolgreiche Führungskraft

  1. Bauen Sie auf Ihre fachlichen Kenntnisse.
  2. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Hauptaufgabe – die Führung.
  3. Delegieren Sie alle Aufgaben soweit möglich jeweils an qualifizierte Mitarbeiter.
  4. Beziehen Sie Ihr Team eng in die Entscheidungsfindung ein.
  5. Führen Sie Veränderungen langsam aber konsequent durch.

Insider
Vielfach blicken erfolgreiche Führungskräfte auf fundierte Fachkenntnisse zurück. Brancheninsider kennen die Prozesse und Produkte in- und auswendig. In technischen Fragestellungen sind sie versiert. Ihre Fähigkeiten versetzen Sie in die Lage, selbstständig die fachliche Eignung unter den eigenen Mitarbeitern einstufen zu können. Insider müssen darauf achten, nicht im Mikro-Management unterzugehen. Es gilt, fachliche Themen an die Mitarbeiter zu delegieren und sich auf das Führen und Motivieren zu konzentrieren. Manch Insider läuft Gefahr, auszurufen: „Dann mach ich halt alles selber.“

Quereinsteiger
Quereinsteiger versprechen frischen Wind. Sie hinterfragen eher als Insider die eingespielten Prozesse und Organisationsformen. Manchmal gelingt es ihnen auch deutlich besser, im Unternehmen die Kundensicht zu vertreten. Manch ein Quereinsteiger bringt darüber sehr interessante Erfahrungen aus anderen Branchen mit, die sich übertragen lassen.

Quereinsteiger laufen Gefahr, fachlich nicht ernst genommen zu werden. In diesen Punkten müssen sie sich geschickt absichern. Für die komplette Einarbeitung in fachliche Fragen bleibt anfänglich kaum Zeit. Umso mehr gilt es, das Know-how der Mitarbeiter, wo immer hilfreich, frühzeitig in die Entscheidungsfindung einzubinden.

Fazit
Führungskräfte müssen nicht nur fachlich überzeugen. Die menschliche Komponente entscheidet über den Erfolg. Mit unserer Checkliste geben wir Ihnen weitere Tipps, wie Sie als Führungskraft erfolgreich sein werden.