Wann sollten Sie die Online-Bewerbung nutzen?

Grundsätzlich setzt sich die Online-Bewerbung, besser Online-Bewerbungsformulare, immer stärker durch. Die meisten Unternehmen sind dennoch darauf bedacht, dass ihnen gesuchte Fach- und Führungskräfte nicht deshalb durch die Lappen gehen, weil diese sich auf anderem Wege bewerben wollen. Damit kann immer auch die Papier- oder auch E-Mail-Bewerbung zum Ziel führen.

Es liegt letztlich immer in Ihrer Hand, wie Sie sich bewerben, ob per Online-Bewerbungsformular, per E-Mail oder in Papierform. Die Form Ihrer Bewerbung kann sich auf Ihre Einstellungschancen auswirken.

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Je besser Sie den Auswahlprozess im Unternehmen verstehen, desto eher treffen Sie auch hier die richtige Entscheidung. Hinweise zum Prozess finden sich u. a. auf den Internetseiten des Unternehmens, in der Datenschutzerklärung zur Online-Bewerbung sowie im Online-Bewerbungsformular selber.

Pro Online-Bewerbung
  • Online-Bewerbungen gelangen sofort und vollständig zum zuständigen Bearbeiter. Papierbewerbungen brauchen hingegen 2–3 Werktage vom Bewerber bis auf den Tisch des Bearbeiters und können liegen bleiben oder verloren gehen.
  • Online-Bewerbungen sind dank Pflichtfeldern regelmäßig vollständig, wohingegen Papier- und E-Mail-Bewerbungen teilweise wichtige Informationen fehlen.
  • Online-Bewerbungen müssen nicht zurückgesandt werden. Gegenüber Papierbewerbungen werden Kosten gespart.
  • Die Kommunikation ist denkbar einfach. Mit einem Knopfdruck können Einladungen und Absagen versandt werden.
  • Schreibt der Personaler einen Job neu aus, erhält er automatisch eine Benachrichtigung, wenn bereits passende Bewerbungen gespeichert sind.
  • Der Personaler hat eine Stelle frisch ausgeschrieben. Er wird sich freuen, wenn die erste, zweite und dritte Bewerbung eintrifft. Und genau diese ersten Bewerbungen wird er sich häufig vollständig anschauen, um sicherzustellen, dass die Stellenanzeige richtig verstanden wurde. Liegen genug gute Bewerbungen vor, erfolgt häufig schon die erste Einladungsrunde.
  • Papier- und E-Mail-Bewerbungen werden von manchen Unternehmen direkt an den Absender zurückgeschickt – die Integration dieser Bewerbungen in das System ist für sie zu aufwändig. Andere tragen die Kosten für die Digitalisierung bzw. Konvertierung. Die elektronische Kopie ist dann aber zumeist deutlich unansprechender als eine richtige Online-Bewerbung.
  • Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass es Online-Bewerbungen bevorzugt und andere Formen der Bewerbung ausschließt.
  • Es handelt sich um ein großes Unternehmen, das erkennbar über alle Abteilungen ein einheitliches System einsetzt. Hier gewinnen Sie mit einer Online-Bewerbung häufig die Chance, dass Ihre Bewerbung auch mit weiteren Positionen konzernweit abgeglichen wird, die für Sie interessant sein könnten.
  • Nutzen Sie die Online-Bewerbung, wenn die Stelle frisch ausgeschrieben wurde und Sie die Chance haben, einer der ersten passenden Bewerber zu sein.
Contra Online-Bewerbung
  • Sie finden keine Datenschutzerklärung.
  • Die Online-Bewerbung stürzt ab oder macht einen unprofessionellen Eindruck (Rechtschreibfehler, optisches Erscheinungsbild).
  • Das Unternehmen weist auf der eigenen Homepage nicht auf die Möglichkeit der Online-Bewerbung hin.
  • Sie begegnen in der Online-Bewerbung stellenspezifischen Fragen, die Sie nicht positiv beantworten können. Werden Sie z. B. gefragt, ob Sie ein besonderes Softwaremodul beherrschen, können Sie bei einer Online-Bewerbung dieser Frage kaum ausweichen. Hier könnte eine andere Form der Bewerbung Ihre Chancen vielleicht erhöhen.
  • Innerhalb der Online-Bewerbung wird Ihnen keine Möglichkeit geboten, eigene Dokumente wie z. B. den Lebenslauf oder ein Anschreiben hochzuladen.
  • Eingehende Bewerbungen können mit dem Stellenprofil automatisch abgeglichen werden. Zumindest technisch ist es leicht möglich, automatisch Absagen zu versenden.