Wissenswertes zum Pflichtpraktikum

Im Unterschied zu einem freien Praktikum, das man häufig während oder nach der Schulzeit absolviert, ist ein Pflichtpraktikum oftmals fester Bestandteil von Ausbildung und Studium. 

Es ist das Ziel, theoretisches Wissen, etwa  aus dem Studium, im Pflichtpraktikum zu fundieren und mit beruflicher Praxis zu füllen. Dabei ist es von grundlegender Wichtigkeit, das theoretisch erlangte Wissen auf seine Praxistauglichkeit zu prüfen und erfolgreich einzusetzen.

Einstieg ins Berufsleben

Ein wesentlicher Aspekt von Pflichtpraktika ist, dass nicht nur das Fachwissen gefördert wird, sondern auch der Eintritt ins Berufsleben geübt und erleichtert wird. Pflichtpraktika helfen, Kontakte zu knüpfen und Präferenzen für ein Berufsbild zu entwickeln.

Pflichtpraktikum ist das Highlight im Studium

Die Dauer eines Pflichtpraktikums kann je nach Studiengang bzw. Fachrichtung variieren, wobei die übliche Dauer zwei bis zwölf Monate beträgt. Die Ableistung ist meist in einem Stück möglich, kann aber auch in zwei Teile gegliedert sein. Viele Studienordnungen sehen vor, dass die Praktikumsphasen einen Zeitraum von vier Wochen nicht unterschreiten.

Im besten Fall obliegt die Suche nach einem Pflichtpraktikum dem Auszubildenden oder Studenten. Allerdings sind viele Ausbildungsstätten und Universitäten behilflich bei der Suche eines Pflichtpraktikums.

National oder international?

Wer sich für ein Auslandspraktikum entscheidet, hat mit Blick auf die spätere Berufswahl noch bessere Möglichkeiten. Aktuelle Studien zeigen, dass Auslandserfahrung bei Personalern geschätzt wird. Auszubildende und Studenten sollten die Modalitäten für ein Pflichtpraktikum im Ausland klären, bevor Sie voreilig zusagen. 

Die Pflicht ruft

Ein Pflichtpraktikum ist mit bestimmten Anforderungen verknüpft: Meist ist ein Praktikumsbericht zu erstellen, der vom Praktikumsbetrieb unterzeichnet werden muss. Aufgeführt werden darin:

  • Kontaktdaten des Praktikanten sowie des Unternehmens
  • Dauer und Umfang des Praktikums
  • Unternehmensporträt
  • Beschreibung der Aufgaben im Praktikum
  • Beschreibung der Zusammenarbeit zwischen Praktikant und Praktikumsbetreuung
  • Erläuterung von Praktikumsinhalten und Berufszielen

Wissenswert

Bachelor- und Masterstudenten müssen Ihr Pflichtpraktikum beim zuständigen Prüfungsamt anerkennen lassen. Ein entsprechendes Formblatt kann hierzu im Prüfungsamt oder online bezogen werden.

Vergütungsfragen klären

Studierende, die im Rahmen Ihres Studiums ein Pflichtpraktikum absolvieren, erhalten meist ein Gehalt. Zwar gibt es auch Unternehmen, die das Praktikum nicht vergüten, üblich sind aber 400 bis 1.200 Euro im Monat. Doktoranden erhalten teils bis zu 2.000 Euro, falls Ihr Praktikum im besonderen Interesse des Unternehmens steht.

Fazit

Das Pflichtpraktikum ist keine Hürde im Studium, sondern sollte als echter Karrierekick verstanden werden. Entscheiden Sie sich frühzeitig, bei welchen Unternehmen Sie sich bewerben.