Was tun, wenn Personaler stupsen und twittern

Online-Stellenanzeigen sind das wichtigste Instrument für die Gewinnung von Hochschulabsolventen. Aber darüber möchte ich heute nicht schreiben. Aufregend, da selten und neu, sind Headhunter, die die direkte Ansprache über Facebook oder Xing suchen.

Zugegeben, der Trend ist nicht neu: Absolventen und Young Professionals werden in den sozialen Netzwerken identifiziert und für eine Stellenausschreibung begeistert. Eine Studie der Jobbörse Jobware in Kooperation mit der Hochschule Koblenz zeigt, dass Social Distributions und Social Profiling 19 Prozent der Unternehmen nutzen. Das ist klug. Aber manche Headhunter wollen es wissen. 

Sie sprechen die Kandidaten direkt in sozialen Netzwerken an. Wer hier unvorbereitet reagiert, vertut möglicherweise eine Karrierechance. Denn wirken die Headhunter wie der freundliche „Buddy“ von nebenan – überprüfen aber insgeheim die Tauglichkeit des Kandidaten. Getaggte Schnappschüsse oder markige Ausdrücke disqualifizieren den Kandidaten.


Tipp: Privatsphäre-Einstellungen helfen, Karriere und Freizeit sauber zu trennen. 


Von „Grenzerträgen“ spricht der Fachmann zum Beispiel, wenn er Kandidaten über zusätzliche Kanäle anspricht. Bewerber ist zu raten, den Kontakt per E-Mail oder am Telefon fortzuführen. Gute Headhunter werden diesen vertrauten Kommunikationskanal zu schätzen wissen.

Obwohl das Social Recruiting eine Randerscheinung ist, lotet es die Möglichkeiten in der digitalen Personalgewinnung aus. Headhunter suchen immer häufiger die direkte Ansprache. Ein sorgfältiger Umgang mit dem eigenen Profil und der Rückgriff auf bewährte Kommunikationskanäle ist nützlich, um dem einem Headhunter auf Augenhöhe zu begegnen.

Björn Thomsen