Clever geplant: Vorbereitung auf das Praktikum

Sind Sie der gewissenhafte Typ, der sich eine Check-Liste fürs Kofferpacken macht? Fühlen Sie sich erst sicher, wenn alle Punkte auf Ihrer Liste abgehakt sind? Dann profitieren Sie sicher von unseren Tipps, wie Sie ein Praktikum richtig vorbereiten.

Oftmals ist es leichter, einen Koffer zu packen, als ein geeignetes Praktikum zu finden und sich darauf vorzubereiten. Mit unseren Tipps, wie Sie sich richtig auf ein Praktikum vorbereiten, sollte es aber zum Kinderspiel werden.

  • Wir möchten Sie nicht erschrecken. Aber: Unser erster Ratschlag könnte massiv Ihr Zeitmanagement auf den Kopf stellen. Planen Sie Ihr Praktikum mindestens ein halbes Jahr, ein Auslandspraktikum mindestens ein Jahr, im Voraus. Sollten Sie jetzt noch weiterlesen wollen, erfahren Sie, wieso eine lange Vorbereitungsphase sinnvoll ist.
  • Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums müssen durch die Universität anerkannt werden. Bewerben Sie sich frühzeitig auf ein Praktikum und klären Sie ab, ob dieses die Anforderung der Studienordnung erfüllt. Manchmal bedarf es mehrerer Besuche des Prüfungsamtes.
  • Erstklassige Praktika sind mit der richtigen Jobsuchmaschine schnell gefunden, doch auch hier sind die Mitbewerber zahlreich. Rechnen Sie nicht sofort mit einer Zusage. Da manche Unternehmen Praktikumsplätze ein halbes Jahr oder ein Jahr im Voraus planen, können sich Bewerbungsprozesse in die Länge ziehen. Einladungen zum Vorstellungsgespräch oder Absagen werden manchmal erst Monate später erteilt.
  • Inland oder Ausland? In immer mehr Jobs wird ausdrücklich berufliche Erfahrung gewünscht. Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 zeigt, dass Absolventen mit Auslandserfahrung zusätzlich bei den Personalern punkten. Daher ist zunächst zu prüfen, ob ein Praktikum im Inland oder im Ausland in Frage kommt. Könnte dies Ihren Studienverlauf beeinträchtigen? Wie steht es um Ihre Finanzen? Müssen Sprachkenntnisse aufpoliert werden? Benötigen Sie einen Internationalen Führerschein? Wie würde die Familie auf Ihren Auslandsaufenthalt reagieren?

Tipp

Vergessen Sie nicht, rechtzeitig einen Internationalen Studentenausweis zu beantragen.

  • Sie erhalten eine Förderung nach Bafög? Dann sollten Sie klären, ob diese in der Praktikumszeit Bestand hat. Freiwillige Praktika sind üblicherweise von der Bafög Förderung ausgeschlossen.
  • Der Versicherungsschutz ist für viele Studenten Nebensache – kann im Fall der Fälle aber schnell zur Hauptsache werden. Eine gute Vorbereitung umfasst, dass Sie klären, ob der Abschluss einer privaten Unfallversicherung (Auslandspraktikum) nötig ist.
  • Ob Sie Ihr Studium pausieren müssen, sollte ebenfalls im Rahmen einer guten Vorbereitung auf ein Praktikum geklärt werden. Manchmal sind die Fristen im Studium eng gesetzt und das gewünschte Jahrespraktikum muss warten.
  • Viele Praktika haben hohe Einstiegshürden. So werden Sprach- oder Softwarekenntnisse oftmals vorausgesetzt. Eine gute Planung verschafft Ihnen genügend Luft, Ihr Wissen aufzufrischen und passende Kurse zu belegen.
  • Führt das Praktikum in die Ferne, so ist mit einem Umzug zu rechnen. Planen Sie frühzeitig ein, einen Zwischenmieter für Ihre Wohnung zu finden oder kündigen Sie rechtzeitig den Mietvertrag. Wer überdies zu lange die Wohnungssuche aufschiebt, kommt am Ende um einen teuren Makler nicht herum.
  • Jetzt wird es ernst: Vorstellungsgespräche sind der ideale Türöffner ins Praktikum. Haben Sie immer eine digitale Bewerbungsmappe parat! Entscheiden Sie nicht erst am letzten Tag, wie Sie sich zum Vorstellungsgespräch kleiden! Informieren Sie sich über das Geschäftsfeld des Unternehmens! Stöbern Sie in den Teamporträts, um die wichtigsten Personen gleich vor Ort identifizieren zu können!

Fazit

In zehn Punkten haben wir Ihnen wichtige Anstöße zur Vorbereitung Ihres Praktikums gegeben. Sie werden feststellen, dass viele weitere Detailfragen auf Sie zukommen werden. Eine gute Vorbereitung ist daher das A und O, um ins Berufsleben zu starten.