Studieren ist mehr als nur Campus

Entscheidet man sich nach dem Abitur für ein Studium, dann taucht man in eine bislang unbekannte Welt ab. Der Campus, also die Universität mit allen dazugehörigen Einrichtungen, ist der neue Lebensmittelpunkt des Studenten. Er ist ein Mikrokosmus, den der Studierende kaum verlassen muss, da alles vorhanden ist, was er braucht. Der Blick über den Tellerrand lohnt sich dennoch.

Zugegeben: Die Hochschule bietet – neben den Fakultäten und der Bibliothek – auch eine Mensa, Initiativen und Vereinigungen, Sportmöglichkeiten, Campuspartys und manches mehr. Es gibt demnach genug Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Studenten auf dem Campus.

Da kann die eigentliche Intention des Studiums leicht in den Hintergrund geraten. Das Studium soll den Studierenden, zumindest im Großteil der Fälle, für den späteren Beruf qualifizieren. Deshalb ist es empfehlenswert, auch außerhalb des Campus aktiv zu sein.

Abseits vom Campus praktische Erfahrungen sammeln

Neben den Vorzügen des Studentenlebens müssen Studierende den Blick auf ihre Karriere richten – und manchmal den Campus verlassen. Das bedeutet, das Studium durch praktische Erfahrungen zu ergänzen. Mit praktischen Erfahrungen ist an dieser Stelle aber nicht das Jobben im örtlichen Supermarkt an der Kasse gemeint. Stattdessen sollten fachnahe Nebenjobs, Studentenjobs und Praktika das Studium sinnvoll ergänzen.

Vielen Studenten ist daran gelegen, neben dem Studium Geld zu verdienen. Dies lässt sich mit dem Wunsch nach Praxiserfahrung oftmals verbinden.

Große und mittelständische Unternehmen suchen regelmäßig Studierende, die sie im Rahmen von Praktika unterstützen. Auch kleine Unternehmen haben einen steten Bedarf, schreiben jedoch nicht jede studentische Stelle aus. Jobbörsen für Studierende und Karrieremessen auf dem Campus bieten einen schnellen Zugang zu attraktiven Studentenjobs und Praktika.

Dem Campus entfliehen – Karriereplus sammeln

Als Werksstudent, eine der gängigsten Vertragsformen, ist man in einem Konzern tätig, hat aber genug Zeit zum Studieren. Bis zu 20 Stunden – in den Semesterferien auf Wunsch auch mehr – gehen viele Studierende abseits des Campus einer Beschäftigung nach. So lässt sich Erfahrung sammeln, der ein oder andere Kontakt knüpfen und Wissen erproben, dass die Studiengänge meist nur theoretisch vermitteln.

Abseits vom Campus: Wer neben dem Studium nicht in einem Unternehmen als Werkstudent arbeiten möchte, der sollte zumindest durch ein Praktikum erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sammeln. Hierbei ist es besonders wichtig, sich frühzeitig um einen Praktikumsplatz zu bemühen, da manche Firmen ihre freien Praktikumsplätze bereits ein halbes bis ganzes Jahr im Voraus vergeben. Eine vollständige Bewerbung ist einzureichen und keine zu großen Erwartungen ans Geld zu legen.

Der Arbeitsalltag unterscheidet sich stark vom Leben auf dem Campus. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorab zu informieren, mit welchen Tätigkeiten man während des Praktikums konfrontiert wird.

Tipp

Der Weg vom Campus ins Berufsleben führt über einen Arbeitsvertrag. Ob Werkstudent oder Praktikant: Ihre Aufgaben sollten immer Bestandteil des Arbeitsvertrages sein.

Lohnenswerter Schritt: Vom Campus ins Praktikum

Die Doppelbelastung lohnt sich für Studierende. Denn als Absolvent (das Campusleben währt nicht ewig) wird man ohne jegliche Praxiserfahrung nicht zu den Wunschkandidaten der Personaler zählen. Innerhalb der Studiengänge, die fast alle dieses Jahr stark frequentiert sind und somit viele Absolventen hervorbringen, müssen sich Studierende zusätzliche Qualifikationen aneignen.

Falls nicht in der Schulzeit geschehen, sollten Studierende spätestens auf dem Campus lernen, Bewerbungen zu schreiben und Kontakte zu knüpfen wie auch zu pflegen.

Das Leben auf dem Campus zu genießen, soll dabei nicht auf der Strecke bleiben. Der Campus ist aber nicht alles. Verlassen Sie mal den Hörsaal, lehnen Sie auch mal Einladungen zu Studentenpartys ab und finden Sie Ihre persönliche Study-Work-Life-Balance.