Praxissemester entspannt planen

Für Studierende und deren zukünftige Arbeitgeber ist es von Vorteil, dass das universitär vermittelte Wissen nicht nur in der Theorie verstanden, sondern auch in der Praxis beherrscht wird. Ein Praxissemester verschafft Abhilfe.

Nichts ist für Absolventen im ersten Job schlimmer als zu merken, dass das Berufsbild nicht den Erwartungen entspricht. Genau so problematisch ist es für den Arbeitgeber, wenn der neue Angestellte das Fachwissen nicht in die Praxis umsetzen kann oder nur widerwillig seinen Aufgaben nachgeht.

Um Studenten die Möglichkeit zu geben, praktische Erfahrungen zu sammeln, schreiben viele Studiengänge ein Praxissemester, auch als Berufspraktische Semester (BPS) bekannt, vor.

Studienordnung lesen, Praktika machen

Es ist ratsam, schon vor Beginn eines Studiums einen Einblick in den Wunschberuf  zu nehmen. In der Regel bieten dann Hochschulen einen gewissen Rahmenplan, in dem die Studierenden durch das Grund- und Hauptstudium geführt werden. An Hochschulen mit Praxisbezug werden innerhalb des Grundstudiums Praktika in einer gewissen Wochenzahl erwartet, während im Hauptstudium das Praxissemester stattfindet. Bedingung für das Praxissemester sind oft vorher geleistete Praxiswochen.

Hier kann erheblich viel Zeit verschenkt werden, wenn die geforderte Wochenzahl mit Ende des Grundstudiums nicht erbracht wurde.

Da man im Praxissemester bis zu einem halben Jahr beruflich eingespannt ist, entstehen meist finanzielle Engpässe. Einzige Lösung: Ein Praxissemester mit Vergütung. Dieses muss natürlich erst gefunden werden.

Tipp

Suchen Sie schon im ersten Semester nach einem Praxissemester, das vergütet wird. Auch in den Semesterferien lohnt es sich, weiter nach einem Praxissemester Ausschau zu halten.

Um ein Praxissemester zu erfüllen, sollte immer der Studienplan berücksichtigt werden. Beratend sthet im Zweifel auch die Studienberatung zur Verfügung.

Üblicherweise wird das schulische Praxissemester, also im Rahmen der Ausbildung zum Lehrer oder zur Lehrerin, in Blockform absolviert. Aber auch die Modulform in der vorlesungsfreien Zeit ist möglich.

Ob angehende Lehrkräfte, Betriebswirte oder Mechatroniker: Das Praxissemester folgt einer engen Definition, nach der der Studierende einen ersten Einblick in das entsprechende Praxisfeld nehmen soll. Meist erfolgt eine Betreuung durch einen Professor. In Praktika und Praxissemester kann der Studierende ohne Risiko feststellen, ob der gewählte Studienzweig seinen Vorstellungen entspricht.

Tipp

Nicht vergessen werden sollte, dass Praxissemester gerne genutzt werden, um Auslandserfahrung zu sammeln. Sogenannte Auslandssemester eignen sich hervorragend für Projektarbeiten und verbessern die Einstellungschancen.

Praxissemester verschaffen dem Studium den nötigen Praxisbezug. Um keine Fristen zu versäumen und die Studienordnung korrekt zu befolgen, empfiehlt sich eine Beratung durch den betreuenden Professor oder in den Studentenbüros. Rechtssichere Auskunft kann das Prüfungsamt erteilen.