Hochgradig karrierefördernd: Praktika für BWL-Studenten

Wer BWL (Betriebswirtschaftslehre) studiert, wird fast immer ein Praktikum absolvieren müssen. Graue Theorie erhält so in den Studiengängen der BWL ein wenig Farbe – davon profitieren Unternehmen und Studierende gleichermaßen.

Das Pflichtpraktikum hat sich in den Studienordnungen für  den Studiengang BWL fest etabliert. Dabei variiert die Länge des Praktikums abhängig von der jeweiligen Studienordnung und kann durchaus ein ganzes Semester beziehungsweise Praxissemester umfassen.

BWL mal praktisch erleben

Wer sich für die Betriebswirtschaftslehre interessiert, vielleicht noch keine Fachrichtung gefunden hat, erhält durch das Praktikum einen Anstoß, seine Karriereziele zu planen. Auch im Studium der VWL (Volkswirtschaftslehre) – der Schwesterdisziplin der Betriebswirtschaftslehre – haben Praxissemester einen festen Platz.

Die Praktika sollen den Bachelor- und Masterstudenten dazu dienen, sich beruflich zu orientieren und ihr Wissen in der Praxis auszuprobieren. Gute Praktikumsstellen bieten BWL-Studenten die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, Stärken und Schwächen kennenzulernen, Kenntnisse zu vertiefen und sich auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

Ein weiteres Plus der Praktika ist, dass BWL-Studenten auf diese Weise Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern knüpfen können. Als BWLer lohnt es sich, frühzeitig ein persönliches Netzwerk aufzubauen, auf das man nach dem Studium zurückgreifen kann.  So ist es lohnenswert, vor dem Antritt eines Dualen Studiums der Betriebswirtschaftslehre im Rahmen eines Praktikums in den Wunschbetrieb hineinzuschauen. Engagierte Betreuer, hilfsbereite Kollegen und Vorgesetzte sind ein starkes Argument, hier den betrieblichen Part eines Dualen Studiums zu absolvieren.  Dies zahlt sich spätestens dann aus, wenn die Bachelorarbeit oder Masterarbeit verfasst werden muss. Verlässliche Absprachen und fachlicher Rat erleichtern die Erstellung der Abschlussarbeit ungemein.

Erst den Schwerpunkt und die Branche wählen

Um einen Praktikumsplatz zu finden, sollten Sie sich überlegen, für welche Themen Sie sich in der BWL interessieren und in welcher Branche Sie zukünftig arbeiten wollen. So kommen in einer Bank andere Aufgaben auf Sie zu als im Medienmanagement, in der Immobilienwirtschaft oder bei einer Versicherung. Haben Sie schon einen Schwerpunkt – etwa in der Logistik,  Produktionswirtschaft, im Umweltmanagement, Qualitätsmanagement, Personalwesen, Rechnungswesen oder Marketing – gelegt, dann macht es Sinn, diesen weitere auszubauen.

Tipp

Fachfremde Praktika sollten nur gewählt werden, wenn Sie sich Ihrer beruflichen Ausrichtung unsicher sind. Personaler bevorzugen eine klare Karrierelinie – beginnend bei der Wahl der Praktika. Allein der Wechsel des Schwerpunktes innerhalb der Wirtschaftswissenschaften kann Ihnen negativ ausgelegt werden. Umgekehrt kann eine interdisziplinäre Ausbildung.

Um aus einem BWL-Praktikum den gewünschten Nutzen zu ziehen, sollten Sie vorab klären, welche Tätigkeitsfelder Ihnen zugewiesen werden. Bei Verständnisproblemen, beispielsweise in der Praktikumsbeschreibung, sollten Sie sich nicht scheuen nachzufragen.

BWL-Praktika mit Vergütung

Ob und wieviel Sie in Ihrem Praktikum verdienen, hängt vom Arbeitgeber und der Praktikumsart ab.   Ein Vollzeitpraktikum mit einer 40-Stunden-Woche wird üblicherweise mit 400 bis 1.200 Euro im Monat vergütet. Als BWL-Student haben Sie gute Chancen auf ein hohes Gehalt, wenn Sie bei einer Bank oder einer Unternehmensberatung hospitieren.

Praktikumsplatz suchen und finden

Falls nicht verpflichtend so ist es dennoch sinnvoll, ein BWL-Studium mit einem Praktikum zu ergänzen. Erstklassige Praktika im Marketing, Controlling und Vertrieb finden auf Ihrer Jobbörse. Aber auch Tageszeitung, Unternehmensseiten und an den Universitäten werden vakante Praktikumsplätze ausgeschrieben.