Mit Motivationsschreiben ins Praktikum: Den Personaler begeistern

Ein Praktikum ist oftmals der erste Schritt zu einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Doch nicht nur Schüler und Studenten, welche unmittelbar auf Jobsuche sind, profitieren von Praktika. Wer bereits während der Schulzeit und dem Studium praktische Erfahrungen in einem Betrieb sammelt, der genießt auch Jahre danach die positiven Effekte.

Der Nachweis eines Praktikums im Lebenslauf zeigt den Firmen, dass es sich bei dem Bewerber um einen engagierten Kandidaten handelt, welcher bereits praktische Erfahrungen in seinem Berufsfeld gesammelt hat.

Erstklassige Praktika sind jedoch Mangelware. Aus diesem Grund gilt es, sich von den anderen Bewerbern gekonnt abzuheben, um sich den besten Praktikumsplatz zu sichern. Der effektivste Schritt hierzu ist, ein Motivationsschreiben aufzusetzen. Das Motivationsschreiben ist vergleichbar mit einer Initiativbewerbung – aber viel unkonventioneller.

Das Motivationsschreiben ist Herzenssache

Beim Verfassen eines Motivationsschreibens für ein Praktikum kommt es darauf an, die persönliche Eignung als Praktikant und die eigene Motivation besonders hervorzuheben.

Im ersten Schritt ist es sinnvoll, relevante Informationen über das Unternehmen der Wahl zusammenzutragen. Schließlich wollen Sie dem Personaler zeigen, dass Sie sich bewusst – aufgrund der ansprechenden Aufgabenbereiche – für dessen Unternehmen entschieden haben.

Der nächste Schritt hin zu einem perfekten Motivationsschreiben besteht darin, die eigene Motivation mit den Zielen des Unternehmens in Verbindung zu bringen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was begeistert mich an diesem Praktikum / Beruf?
  • Weshalb bin ich besonders gut für dieses Praktikum geeignet?
  • Welche persönlichen Stärken lasse ich einfließen?
  • Wie profitiert das Unternehmen von meinen Stärken?

Tipp

Ehrliche Antworten sind das Herzstück Ihres Motivationsschreibens für ein Praktikum. Zu Beginn des Berufslebens lassen sich noch Weichen stellen: Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit erleichtern nicht nur dem Unternehmen die Entscheidung, sondern weisen Ihnen den Weg zum passenden Berufsbild. 

Blick in die Zukunft

Anschließend sollten Sie in Ihrem Motivationsschreiben eine Zukunftsprognose wagen. Obwohl es sich zunächst „nur“ um ein Praktikum handelt, agieren die meisten Firmen bei der Wahl ihrer Bewerber mit Weitsicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Motivationsschreiben aufzuzeigen, dass Sie sich nach ihrer Tätigkeit als Praktikant durchaus für eine Beschäftigung im Unternehmen entschließen könnten.

Stichpunkte machen, dann ausformulieren

Nachdem Sie nun wissen, weshalb Sie das Praktikum ausüben wollen, müssen Sie Ihre Notizen ausformulieren – am besten mit einem Textverarbeitungsprogramm. Achten Sie bei Ihrer Bewerbung als Praktikant auf eine korrekte Grammatik und Rechtschreibung. Aus diesem Grund sollte unbedingt eine dritte Person Ihren Text lesen.

Das Motivationsschreiben sollte sich grob an der DIN 5008 orientieren und folgende Elemente umfassen:

  • Briefkopf (Empfänger, Absender, Datum)
  • Betreff
  • Einleitung mit kurzem Werdegang
  • Benennung der Motivation für das Praktikum 
  • Berufliche Ziele
  • Schlussteil
  • Unterschrift

Tipp

Vermeiden Sie Füllwörter in Ihrem Motivationsschreiben. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche!

Ein aussagekräftiges Bewerbungsfoto kann Bestandteil des Motivationsschreibens sein. Noch besser eignet sich für die Platzierung des Bewerbungsfotos jedoch der Lebenslauf. Das Foto sollte in jedem Fall von einem professionellen Fotografen gemacht werden, der Sie berät und Ihnen das Motiv digital zur Verfügung stellt. Für Schüler und Studenten bewegen sich die Preise meist im Bereich zwischen 25 und 50 Euro – natürlich abhängig vom Leistungsumfang.

Das ästhetische Empfinden entscheidet mit: Absätze und eine gefällige Schriftart verpassen Ihrem Motivationsschreiben den letzten Schliff. Als PDF oder Ausdruck legen Sie es Ihrer Bewerbungsmappe bei. Ein gleichwertiger Ersatz für das Anschreiben oder den Lebenslauf ist es jedoch nicht.