Gefördertes Auslandspraktikum: Stipendien für Praktikanten

Ein Auslandspraktikum macht sich im Lebenslauf ausgesprochen gut. Allerdings muss der Aufenthalt im Ausland finanziert werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten an Stipendien.

Der internationale Austausch ist für Studenten ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Studium. Noch mehr Spaß macht das Praktikum im Ausland, wenn man es mit finanzieller Unterstützung im Rahmen eines Stipendiums in Angriff nehmen kann. 

Der Deutsch Akademische Auslandsdienst (DAAD) ist hier eine vielversprechende Anlaufstelle. Denn in dieser Dachorganisation sind viele Institutionen und Stiftungen zusammengefasst, die Auslandspraktika finanzieren oder zumindest einen finanziellen Beitrag leisten. 

In der Regel ist die finanzielle Unterstützung begrenzt auf drei Monate, dem üblichen Zeitraum für ein Auslandspraktikum. Auf jeden Fall sollte man sich frühzeitig bewerben, wenn man eine finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen möchten.

Möglichkeiten für ein finanziertes Praktikum sind vielfältig

Auch über den DAAD ist die Möglichkeit, an finanzielle Unterstützung für ein Auslandspraktikum zu kommen, vielfältig. Es gibt fachlich begrenzte Programme, aber auch regional ausgelegte Konzepte, etwa auf EU-Ebene.  Wir geben eine Auflistung der wichtigsten Institutionen, an die man sich als werdender Praktikant richten kann:

  • AIESEC – Praktikaprogramme weltweit
  • Carlo-Schmid-Programm, DAAD – Praktika in internationalen Organisationen und EU-Institutionen
  • DAAD direkt
  • Deutsche Archäologische Institute im Ausland
  • Deutsches Komitee der IAESTE
  • ERASMUS-Praktika in Unternehmen in Europa – Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit (NA) im DAAD
  • EU-Programm LEONARDO DA VINCI – Nationale Agentur beim BiBB oder NA im DAAD
  • Goethe-Institut – Praktika an über 140 Instituten im In- und Ausland
  • Max-Weber-Stiftung (ehem. Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA))
  • RISE weltweit – Forschungspraktika

Dies sind nur einige Anlaufstellen aus dem universitären Umfeld, die Praktikanten Hilfestellung sowie Förderprogramme anbieten.

Stipendium nur mit überzeugender Bewerbung

Für alle geförderten Praktika gilt auf jeden Fall, dass man sich um die Teilnahme am jeweiligen Programm bewerben muss. Die Bewerbungsverfahren unterscheiden sich natürlich. Aber im Grundsatz sollte eine Bewerbung folgende wesentliche Teile umfassen:

  • eine authentische, glaubhafte Begründung, warum man sich für sein Studienfach entschieden hat,
  • ein Anschreiben, aus dem eindeutig hervorgeht, inwiefern das angestrebte Praktikum eine ideale Ergänzung zum bisherigen Studium ist,
  • ein Lebenslauf, der eine Struktur und ein klares berufliches Ziel aufweist,
  • eine Auflistung von außeruniversitären Tätigkeiten, die belegt, dass soziales Engagement, Weltoffenheit und kulturelles Interesse vorhanden sind,
  • eine nachvollziehbare Begründung, warum besonders die Institution, an die man sich mit der Bewerbung wendet, gut zum Bewerber, seiner generellen Einstellung und zu seinen beruflichen Zielen passt.

Hat man diese Unterlagen beisammen, ist der Weg zum finanziell geförderten Auslandpraktikum geebnet.