Checkliste prüfen: Auslandspraktikum

Hong Kong oder Kapstadt? London oder Sydney? Oslo oder Peking? Ein Auslandspraktikum ist das Highlight in Ihrem Lebenslauf. Die Zeit in der Ferne muss aber gewissenhaft geplant sein, damit alles rund läuft.

Bewerben sich Absolventen um den ersten Job, wird Ihnen so mancher Personaler die Frage stellen, weshalb Sie nicht im Ausland waren. Das ist zwar kein Grund, um ins Schwitzen zu kommen. Aber ein Auslandspraktikum gilt besonders bei internationalen Konzernen als echter Pluspunkt.

Hintergrund

Ein Auslandspraktikum signalisiert dem künftigen Arbeitgeber die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Und es beweist, dass man neben den theoretischen Inhalten, wie sie an der Universität vermittelt werden, auch eine Menge Spaß an der Praxis hat.

 

Damit das Praktikum in der Ferne nicht zum Schreckerlebnis oder finanziellen Fiasko wird, verraten wir, worauf im Ausland – egal, ob es Sie nach Argentinien oder Zypern zieht – zu achten ist. 

Checkliste aufstellen – Kreuzchen machen

  • Zuallererst bedarf es vor einem Praktikum in einem fremden Land der Absprache mit der Universität oder Schule. Handelt es sich um ein vollwertiges Auslandssemester, muss dies bei der Universität beziehungsweise der Schulbehörde beantragt werden. Beschränkt man seine Praktikantentätigkeit auf die Ferienzeit, fällt dieser Punkt  natürlich weg.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt in unserer Checkliste ist die Finanzierung des Auslandspraktikums. Praktikanten erhalten in der Regel ein kleines Anerkennungshonorar pro Tätigkeitsmonat, das aber kaum ausreicht, um Unterkunft, Lebenshaltungskosten, Flugkosten und Taschengeld zu finanzieren. Daher ist es unabdingbar, vorher die Kosten zu schätzen, um dann eine finanzielle Basis zu schaffen.
  • Da man sich länger als einen Urlaub lang in einem fremden Land aufhält, sind hierfür einige Dinge abzuklären. Zunächst einmal muss  man sich um ein Visum bemühen. Die Bestimmungen hierfür unterscheiden sich von Land zu Land, zeitweise nehmen sich die ausländischen Botschaften aber etliche Wochen Zeit für die Bearbeitung. Dies muss unbedingt eingeplant werden.
  • Ab einer gewissen Praktikumslänge ist es auch nötig, sich bei der eigenen Meldebehörde abzumelden. Auch dies muss abgeklärt werden. Ein gültiger Reisepass ist ebenso Pflicht für jeden Praktikanten.

  • Wichtig ist auch die Frage der Krankenversicherung. Die meisten Krankenversicherer bieten einen Auslandsschutz für Praktikanten an, der auf dem normalen Versicherungstarif beruht. Alternativ kommt eine Auslandskrankenversicherung in Frage, die den Praktikumszeitraum abdeckt.
  • Unsere Checkliste für ein Auslandspraktikum wäre nicht komplett, ohne auf die Eröffnung eines Auslandskontos zu verweisen. Mit einem Konto bei einer Bank im Zielland ist vieles einfacher – zumal Ihre deutsche EC-Karte nicht in jedem Zielland akzeptiert wird. Und auch in Sachen Kommunikation ist es sinnvoll, einen neuen Vertragspartner zu suchen: In vielen Ländern bieten Mobilfunkunternehmen SIM-Karten auf Zeit an. Das ist erheblich günstiger, als das eigene Handy per Roaming zu nutzen.

Erst wenn diese Formalitäten erledigt sind, kann man sich sorgenlos ins Abenteuer Auslandspraktikum aufmachen.